Wandern - Europa/ Schweiz und Italien ............ Tour Monte Rosa - Europaweg


Die hohen Gipfel der Westalpen bieten an Ihren Flanken einige der großartigsten und am leichtesten zugänglichen Bergwanderungen weltweit. Berühmt sind die Weitwanderrouten um Mont Blanc und Grand Combin, doch die Tour Monte Rosa, die zehn Tage beanspruchende Umrundung des zweithöchsten Berges der Alpen, steht den beiden in nichts nach ganz im Gegenteil. Immer spektakulär, mitunter auch anstrengend, verbindet die Route auf alpinen Pfaden und historischen Wegen zahlreiche Dörfer im italienischen Piemont und im schweizerischen Wallis. Sie erschließt die verschiedenartigen Kulturen ( und Küchen.. .) sowie die unterschiedliche Architektur von Piemontesern, Savoyarden und Walsern. Ein großer Teil des Weges gilt Kennern als der vielleicht schönste Abschnitt des Walserweges, einer Wanderung über 35 Etappen zwischen Zermatt und dem Kleinwalsertal bei Oberstdorf. Es gibt mehrere geeignete Orte zum Start der Tour, doch keiner bietet sich besser an als Zermatt am Fuß des Matterhorns - des vielleicht berühmtesten Berges der Welt. An den ersten beiden Tagen folgt man dem Europaweg und übernachtet in der neuen Europahütte oberhalb von Randa. Die Szenerie dieser Höhentraverse ist dramatisch: Dom, Täschhorn und die anderen Viertausender des Mischabelkammes auf der einen Seite, die imposanten Pyramiden von Zinalrothorn und Weisshorn auf der anderen. In Grächen endet der Weg, und ein neuer beginnt: Hoch über dem Saastal, von 4000ern flankiert, führt er in eine Landschaft, in der sich die traditionelle Kultur und das architektonische Erbe gegen die unübersehbaren Eingriffe des Tourismus behauptet haben. Tatsächlich ermöglicht der Wechsel von kleinen Alpendörfern und großen Skistationen wie Zermatt und Saas Fee am Weg die Wahl der Unterkunft: von einfachen Berghütten über Pensionen bis hin luxuriösen Hotels. Von Saas Fee aus überquert die Route den historisch bedeutenden Monte Moro Pass (und die italienische Staatsgrenze) hinab nach Macugnaga am Fuss der Monte-Rosa-Ostwand, des höchsten Wandabbruchs in den Alpen. Im Val Quarazza wandert man anderntags durch kleine Walserdörfer und auf kunstvoll angelegtem Weg hinauf zum Colle del Turlo, unter dem sich das grüne Valsesia erstreckt. Dieses abgelegene, von Walsern besiedelte Tal vermittelt einen Eindruck großer alpiner Architektur: über den Dächern der Monte Rosa ... Bei dem nun folgenden, langen Auf und Ab an der Südseite des zweithöchsten Alpenberges kann man verschiedentlich Seilbahnhilfe in Anspruch nehmen. Der Charakter der Landschaft hat sich geändert: In den vegetationsreichen Tälern Gressoney, Ayas und Valtournanche hat die Wärme Italiens bildlich Wurzeln geschlagen. Hohe, exponierte Pässe liegen zwischen den malerischen Dörfern Alagna, Gressoney St.-Jean und Champoluc. Auch während der Wandersaison liegt dort oben bisweilen Schnee. Dann das Finale, wie ein lang gezogener Paukenschlag. Über den Theodulpass kehrt man zurück in die Schweiz. Selbst wenn der gleichnamige Gletscher harmlos erscheint, darf er nicht zu Leichtsinn verleiten. Der Abstieg unter der Ostwand des Matterhorns vorbei nach Zermatt beendet diesen ganz besonderen AlpenTreck.


Die VIA Alpina

Die umfangreichste Weitwanderroute im gesamten Alpenraum wird anlässlich des "Internationalen ]ahres der Berge" im Sommer 2002 eröffnet: Insgesamt 6000 Kilometer Weg zwischen Monaco und Triest laden ein zur Entdeckung des Natur- und Kulturerbes im gesamten Alpenraum. Ein Netz markierter Wanderwege ohne Kletterpassagen führt durch die meisten alpinen Gebirgsgruppen, durch etwa 40 Natur- und Nationalparks sowie Naturschutzgebiete. Die Via Alpina, so der Name des gewaltigen Projekts, ist die erste offiziell ausgewiesene Wanderstrecke, die alle acht Alpenstaaten verbindet: Italien, Österreich, Frankreich, die Schweiz, Slowenien, Liechtenstein, Monaco und Deutschland. Um den Dimensionen und der Vielseitigkeit des Alpenraums gerecht zu werden, hatten die Initiatoren "Größeres" im Sinn als die klassische Route entlang des Alpenhauptkamms von Wien nach Nizza. Sie gliederten die Via Alpina in fünf Teilstrecken: Der "rote Weg" verbindet alle acht Alpenländer von Triest bis Monaco, die anderen Teilstrecken sind ihm angeschlossen. Routenverlauf: Julische Alpen - Karawanken - Karnische Alpen - Dolomiten - Zillertal - Tuxer Alpen - Karwendel - Wetterstein - Lechtaler Alpen - Allgäu - Rätikon - Silvretta - Rhätische Alpen /Graubünden/Ortler) - Lepontische Alpen /Lombardei/Tessin - Walliser Alpen - Berner Alpen - Chablais - Mont Blanc - Grajische Alpen (Aostatal / Vanoise) - Dauphine - Oueyras - Cottische Alpen - Seealpen - Niederpiemont Ligurische Alpen Der "violette weg" führt durch die Ostalpen: Östliche Julische Alpen - Karawanken - Steirische Alpen - Niedere Tauern - Dachstein - Salzburger Alpen Berchtesgadener Alpen - Chiemgauer Alpen - Bayerische Voralpen - Ammergauer Alpen - Allgäu, verbindet über den Hauptkamm hinweg die Kalkmassive der Südalpen mit denen der Nordalpen: Westliche Julische Alpen - Karnische Alpen - Dolomiten - Ötztal - Lechtaler Alpen - Allgäu. Der "grüne Weg" ist der kürzeste Teilabschnitt und führt von Liechtenstein / Rätikon durch die Zentralschweiz ins Berner Oberland. Der " blaue Weg" erschließt den westlichen Alpenbogen: Monte Rosa - Gran Paradiso - Monviso - Cottische Alpen, Seealpen. Für die Via Alpina wurden keineneuen Wanderwege gebaut, vielmehr erhält das bestehende Netz gut entwickelter örtlicher, regionaler, nationaler und internationaler Wanderwege grenzübergreifend neue Geltung. Weitwanderern, bestens bekannt sind bereits die nationalen österreichischen Wege durch die Nord und die Zentralalpen, darüber hinaus der Walserweg und die GTA /Grande Traversata delle Alpi - Grande Traversee des Alpes) in Italien und Franbeich. Federführend bei den Planungen der Via Alpina war Luciano Caveri, Europaabgeordneter für das Aostatal. Er ist Präsident der italienischen parlamentarischen Gruppe "Freunde der Berge ( Präsident des italienischen Komitees für das Internationale Jahr der Berge 2002 sowie, seit 2000, Präsident der Europäischen Vereinigung der Gewählten aus den Bergregionen.
Information im Intemet unter.....www.via-alpina.com


erstellt am 16.06.02
 
TOUR MONTE ROSA/EUROPAWEG
STECKBRIEF

Schweiz - Italien. Walliser Alpen
LÄNGE 160 km
START UND ZIEL: Zermatt
ZEITAUFWAND: 10 Tage
SCHWIERIGKEIT: Mäßig anspruchsvolle Bergwanderung mit Gehzeiten von 6 bis 8 Stunden und Anstiegen von 1000 bis zu 1300 Metern pro Tag sowie einer (meist harmlosen) Gletscherbegehung SPRACHE: Deutsch, Italienisch
BESTE ZEIT: Juli bis September
UNTERKUNFT UND VERPFLEGUNG: Zahlreiche Hütten. Pensionen und Hotels am Weg ermöglichen "Trekking light" Selbstversorger finden in nahezu allen Etappenorten Einkaufsmöglichkeiten
GESUNDHEITSRISIKEN: Evtl Höhe (höchster Punkt Theodulpass, 3301 m). Rasch wechselndes Wetter
AN - ABREISE: Nach Zermatt nur mit der Bahn (Großparkplatz in Täsch). Die Täler auf der Südseite sind umständlicher zu erreichen, was eine eventuelle Rückkehr in die Schweiz nach Abbruch der Tour zeitraubend gestaltet
PERMITS: Keine
BESCHRÄNKUNGEN: Kein "wildes" Campen erlaubt
POLITISCHE LAGE: KRIMINALITÄT kein Thema KONTAKT: Tourismusbüros in CH-3920 Zermatt.
Tel 0041/2719668100. und CH-3906 Saas Fee. Tel 004112719581858
 
Bücher und Karten

Rund um den Mont Blanc. Rother...
Rother Wanderführer. 50 ausgewählte Bergwanderungen rund um den Mont Blanc.
von Hartmut Eberlein

Preis: EUR 9,90
Auflage: 2. Aufl.
ISBN: 3763340777



Die schönsten Hüttentouren in den Alpen....

40 Genusstouren zwischen Mont Blanc und Dachstein.
von Gerlinde M. Witt

Preis: EUR 27,90

Gebundene Ausgabe - 141 Seiten - Bruckmann, Mchn.
Erscheinungsdatum: 2001
ISBN: 3765436801

Kompass Karten, Defereggental,...

Preis: EUR 6,95

Landkarte - Kompass-Karten
Erscheinungsdatum: Dezember 1999
Auflage: 15. Aufl., Laufzeit bis 2000..
ISBN: 3854910517


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