Jeep
Abenteuertour zum Chaco ( Paraguay)
Ausgangspunkt
unserer Reise ist die Stadt Altos wo sich unser Hotel und Restaurant
"La Grappa" befindet. Jährlich ein- bis zweimal starten
wir mit unserem Jeep und Hotelgästen und Abenteurern zur Chaco
Tour. Vom Flughafen in Asuncion der Hauptstadt Paraguays sind es nur
ca. 45 km zum Hotel & Restaurante La Grappa in "Altos".
Die Gegend liegt auf über 300 m Höhe was sich im Sommer als
sehr erfrischend zeigt. Das Klima Paraguays mit über 300 Sonnentagen
im Jahr, läßt sich mit dem Kaliforniens oder Floridas vergleichen
und ist angenehm für Europäer. Im europäischen Winter
herrscht hier Sommer. In dieser industriefreien, natürlichen Umwelt
ist die tropische bis subtropische Fauna und Flora noch intakt.
Der Süd-Chaco
Der Weg führt uns Richtung Asunción. Über die Avenida
Artigas erreicht man von da aus nach etwa 15 km die Trans -Chaco -Brücke,
Puente Remanso.
Von da aus ist der nächst größere Ort Villa Hayes, es
ist eine kleine Garnisonsstadt. Nachdem Ort beginnt sofort die Gran-
Chaco-Tour. Die Tour besteht nur aus Flachland, es gibt keine Berge,
Felsen und Hügel auf dem Weg. Es existiert nur ein Gefälle
von 50 m. Die Flüsse im Süden des Chacos, ändern oft
ihre Richtung und formen sich dann zu kringelnden Würmern. Die
Überschwemmungszonen weiten sich, nach heftigen Regenfällen
aus. Sie lassen das Flussbett dann nicht mehr zum Vorschein bringen.
Die Trans-Chaco-Route von Villa Hayes zur Distrikt-Hauptstadt Pozo Colorado
zeigt eine
Überschwemmende Landschaft. Sie zeigt uns sumpfige Palmenhaine
und feucht schimmernde morastige Wiesen, aus denen manchmal schwarze
Stümpfe von Palmstämmen herausragen. Dazwischen liegt ein
wunderschönes einzigartiges Vogelparadies, es begleitet die Gran-Chaco-Tour
bis zur mittleren Chaco-Region. Doch in der Nähe gibt es auch die
weidenden Rinder, der ersten großen "Estancias" hinter
Villa Hayes. Die Rinder stehen oft wie Statuen neben den Palmen. Nach
145 km überquert man den Rio Negro und erreicht Pozo Colorado.
Die nächsten 50 km entlang, gibt es rechts und links der Straßenseite
mittelgroße von Pflanzen umwucherte Teiche, an denen beeindruckende
Vögel leben. Man sollte jedoch nicht an die direkte Ufernähe
gehen, da Krokodile und Würgeschlangen in den Teichen leben.
Der Gran Chaco
Nach 302 km überquert man den Rio Verde, der zum nachfolgenden
trockenheißen Gran Chaco führt. Es ist eine
Foto- und Erholungspause, in einem Restaurant, eingeplant.
Man sollte jedoch vor dem Essen an der Plattform des Restaurants entlang
gehen, um einen Blick in die Küche zu werfen. Damit man sich noch
überlegt, ob man heute doch mal einen Diättag einlegen sollte.
In der Regel genügt ein kräftiger desinfizierter Schnaps nach
dem Essen.
Die Kolonien der mennonitischen Siedler
Das Landschaftsbild ändert sich so langsam, wenn man weiter nach
Norden fährt. Es gibt in dieser Richtung kaum noch Palmenhaine.
Nach 427 km erreicht man die Kreuzung zum Monnoiten- Zentrum der Kolonie
Fernheim. Von da aus führen weitere 24 km Asphaltstrasse zur Perle
des Chacos, nach Filadelfia.
Dort
kann man Besichtigungen einlegen, z.B. die deutschsprachige Radiostation
ZP 30, das Jakob- Unger- Museum, den alten Stadtfriedhof, sowie einen
Bummel durch den alten Eck- Supermarkt. In Filadelfia gibt es aber auch
ein eingerichtetes Krankenhaus, Kingergärten, ein Altenheim, eine
Schule, Kirche, Geschäfte, Tankstellen, Werkstätten, zuverlässige
und fachlich gute handwerkliche Betriebe, landwirtschaftliche Kooperativen
und eine sehenswerte äußerst interessante landwirtschaftliche
Versuchsanstalt.
In den drei Mennoniten- Kolonien Fernheim, Neuland und Menno leben neben
den rund 11 500 blonden, blauäugigen und hellhäutigen Deutschstämmigen
etwa 11 000 Chaco- Indianer- Languas, Moros und Chulupis. Es ist ein
merkwürdiger Anblick in dieser so alt-osteuropäisch wirkenden
Idylle, an den Kassen und an Bushaltestellen, Gruppen von Indios stehen
zu sehen. Viele dieser Indios sprechen nebenbei Plattdeutsch, was den
Kontrast bildet. Man sieht Planwagen, Frauen mit Kopftüchern oder
Männer mit weißen Strohhüten und blauen Latzhosen. Auf
der Fahrt über die staubtrockenen, roten Sandpisten durch die drei
Kolonien streift man kleine Ortschaften und bäuerliche Anwesen
mit Strohbedeckten Häusern, Gemüsegärten, Obstbäumen
und Ochsenkarren oder Traktoren auf dem Hof. Haupteinnahmequellen der
mennonitischen Siedler sind Ackerbau und Viehmast sowie die Weiterverarbeitung
von Fleisch-, Milch- und Agrarprodukten. Beim Überflug der Kolonien
wird deutlich, welch enorme Leistung vollbracht wurde. Da wo einst die
erbarmungslose "Grüne Hölle" des Gran- Chacos täglich
zahllose Opfer forderte, erstrecken sich heute zahlreiche aneinandergereihte
Felder- und Weide-Flächen, in einer Größe des Saarlands.
25 km von Filadelfia liegt noch ein schönes Museum, in östlicher
Richtung.
Auf den Spuren des Chaco- Krieges
Westlich von Filadelfia erreicht man nach ungefähr 25 km Toledo
mit Fort und Befestigungsanlage und einem Soldatenfriedhof. Hier gibt
es auch die sehr interessante Arten- Erhaltungsstation Tagua, wo vom
Aussterben bedrohter Chaco- Tiere betreut werden.
Etwa 50 km hinter Toledo erreicht man auf asphaltierten Strassen die
Trans-Chaco-Route, Mcal. Estigarribia, den Schauplatz kriegerischer
Auseinandersetzungen im Chaco-Krieg. Diese nördliche Siedlung Paraguays
steht alljährlich im Mittelpunkt der Trans-Chaco-Ralley und ist
praktisch die letzte Proviant- und Tankstation für Autofahrer nach
Bolivien.
Nach einer Besichtigung der Garnisonsstadt geht es wieder zurück
nach Süden. Über die Kolonie Neuland, vielleicht macht man
einen Abstecher nach Neu-Halbstadt und Besichtigung der Stadt und der
Kooperative gelangt man nach Boqueron. Von Boqueron führt die Fahrt
über staubige Pistenwege zurück zum Cruce de los Pioneros,
wo man wieder die Trans-Chaco-Route erreicht und im gleichnamigen Hotel
pausieren, speisen oder übernachten kann. Ab da erfolgt die Rückfahrt
nach Altos (ca. 450 km) über die Trans-Chaco-Route.
Dieser Tipp kommt von Herrn
George Grella
www.paraguay-reisen.de
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