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Bevor
Sie vom Lüneburger Bahnhof der "Alten Salzstraßen aus
dem Ort hinaus folgen, unternehmen Sie doch eine kurze Sightseeingtour
durch den historischen Stadtkern der Handelsstadt: Das Rathaus von Lüneburg
ist eines der größten und schönsten mittelalterlichen
Rathäuser in Deutschland. Die zahlreichen spätmittelalterlichen
Bürgerhäuser und Speicher bilden zusammen mit den Backsteinkirchen
St. Johannis, St Michaelis und St. Nicolai und dem Zeughaus aus dem
15. Jahrhundert ein großartiges Ensemble. Unbedingt sehenswert
ist auch der Kran am alten Hafen. Er stammt aus aem Jahre 1346 und wurde
im 18. Jahrhundert verändert.
Auf Radwegen verlassen sie die mehr als 1000jährige Stadt.
Dank der vorzüglichen Wegweisung erreichen sie nach einer kurzen
Landpartie den 1976 eröffneten Elbe-Seiten-Kanal, wo uns ein zwar
junges, doch gleichfalls beeindruckendes Bauwerk erwartet: Das Doppelschiffshebewerk
Schamebeck ist fas größte Gegengewicht-Hebewerk der Welt.
Die 100 Meter langen und zwölf Meter breiten Kammern überbrücken
einen Höhenunterschied von 38 Metern!
Gigantische Schleuse
So ein Abenteuer lassen wir uns auf keinen Fall entgehen: Mit dem Uhu
einem kleinen Fahrgastschiff, liften wir in einer der riesigen Badewannen
aufwärtst, schippern ein bisschen auf dem oberen Abschnitt des
Elbe-Seiten Kanals umher und gelangen durch die mächtige Schleuse
abwärts zurück zum Anleger. Neben dem Elbe-Seiten Kanal radeln
wir nach Hohnstorf. Von dem niedersächsischen Dorf bietet sich
eine wunderschöne Aussicht über die breite Elbe hinweg auf
die schleswig-holsteinische Schifferstadt Lauenburg, die wir über
eine kombinierte Straßen- und Eisenbahnbrücke mühelos
erreichen. Lauenburgs malerische Altstaat schmiegt sich an den bis zu
50 Meter hohen und steil zur Elbe abbrechenden bewaldeten Geestrand.
Schmale Gassen und Gässchen führen uns vorbei an der reich
ausgestatteten Maria-Magadlena-Kirche zum alten Rathaus. Hier befinbet
sich das sehenswerte Elbschifffahrtsmuseum, dem Sie unbedingt einen
Besuch abstatten sollten.
Urstromtal
der Elbe
Danach besichtigen wir die Überreste des ehemaligen Schlosses,
mit dem liebevoll gepflegten Fürstengarten. Wunderschön auf
einer Hangterrasse gelegen, bietet das Schloss eine weitreichende Aussicht
über das breite Urstromtal der Elbe und auf die
Lauenburger Altstadt. Nach der Besichtigungstour legen wir in einem
gemütlichen Gasthaus direkt an der Elbuferpromenade eine Pause
ein und lassen den regen Schiffsverkehr auf dem mächtigen Strom
an uns vorbeiziehen. An sommerlichen Wochenenden können Sie das
An- und ablegen des kohlebefeuerten Schaufelraddampfers "Kaiser
Wilhelm" aus dem Jahre 1900, beobachten. Das nostalgische Spektakel
findet leider nur im Sommer statt.
Am kleinen Lauenburger Hafen beginnt für der Elbe-Lübeck-Kanal
mit der ersten von sieben Kanalschleusen. Sie funktioniert wie alle
anderen ganz ohne Motorkraft
Nach dem "Prinzip der kommunizierenden Röhren" werden
die Schleusen nur mit Hilfe von Wasser- und Luftdruck betrieben. Unter
Denkmalschutz steht die benachbarte Palmschleuse, die bereits Ende des
14. Jahrhunderts am ehemaligen Stecknitz-Kanal erbaut und 1724 erneuert
wurde. Sie ist die älteste noch erhaltene Kammerschleuse in Nordeuropa.
Der Radfernweg "Alte Salzstraße" führt uns jetzt
über Land. Wir gelangen zum Lanzer See, einem ausgedehnten Badesee,
den der Elbe-Lübeck-Kanal durchfließt. Bei Basedow beginnt
eine "Treidelfahrt" am Kanal.
Beliebt
bei Hobbyschiffem
Wer
auf dem Kanal eine rege Schifffahrt erwartet, wird leider enttäuscht:
Der einst modernste Binnenwasserkanal Deutschlands ist heute nur noch
bedingt für den Schiffsverkehr tauglich: Wegen seiner geringen
Tiefe und Breite können ihn die modernen "Euroschiffe"
nicht befahren. So benutzen heute weitaus mehr Freizeitkapitäne
als Berufsschiffer die Wasserstraße. An der Witzeezer Kanal-Schleuse
trennen sich Haupt- und Nebenroute des Radfernweges. Wir bleiben auf
der Hauptroute. Wenige Meter abseits der Strecke befindet sich am alten
Stecknitz-Kanal eine restaurierte Dückerschleuse. Leider ist das
technische Denkmal heute nicht mehr zugänglich - es befindet sich
in Privatbesitz!
"Das stimmt so nicht" Herr Gerhard Kersten klärte uns auf". Es gibt einen Fußweg, der das Schleusenwärterhaus (Privatbesitz) umgeht und zur Schleuse führt. Sehr sehenswerter Abstecher! Beschilderung ab Schleuse Witzeeze. Danke für diesen Hinweis
Nahe der Siedlung Siebeneichen passieren wir die einzige
Kanalfähre. Nur zum Besuch des gegenüberliegenden Gasthauses
lassen wir uns mit der farbenprächtigen Drahtseilfähre übersetzen.
An der Führstelle trennen wir uns vom Kanal und Radfernweg und
steuern das Schloss Wotersen an - vielen bekannt aus der Fernsehserie
"Das Erbe der Guldenburgs". Das stattliche Gut aus dem 18.
Jahrhundert liegt malerisch eingebettet in eine weitläufige Felder-
und Waldlandschaft, seine gepflegten Außenanlagen sind der Öffentlichkeit
zugänglich.
Till
Eulenspiegels Heimatstadt
Zurück am Kanal erreichen wir auf der etwas holprigen Treideltrasse
den Scheitelpunkt der Wasserstraße und die Eulenspiegelstadt Mölln.
Eine reizvolle Seenkette umschließt die Kleinstadt, deren heimelige
Altstadt uns zu einem kleinen Bummel lockt. 1359 wurde Mölln von
den Ratsherrn der Hansestadt Lübeck zu einer wichtigen Festung
an der "Alten Salzstraße" ausgebaut. Neben der romanisch-gotischen
Kirche Sankt Nicolai, dem ältesten Gebäude des Ortes, dem
gotischen Rathaus und zahlreichen historischen Fachwerkhäusern
wird vor allem der Eulenspiegelbrunnen von Touristen gerne aufgesucht.
Es soll Glück bringen, den goldglänzenden Daun oder die Fußspitzen
der Bronzefigur zu berühren. Das 1950 am Marktplatz aufgestellte
Denkmal erinnert an den um 1350 in Mölln gestorbenen Thyl Ulenspiegel.
Die historische Gestalt erlangte wegen ihrer Abenteuer und derben Späße
Berühmtheit. Sehenswert sind auch der Stadthauptmannhof und das
Heilig-Geist-Hospital aus dem 15. und 16. Jahrhundert. Ein besonders
reizvoller Blick auf die Möllner Altstadt, die Seenkette und die
waldreiche Umgebung bietet sich vom 36 Meter hohen Wasserturm im nahen
Kurpark. Vom Möllner Ziegelsee, der den Elbe-Lübeck-Kanal
"bewässert", rollen wir auf dem verkehrsfreien Treidelweg
durch eine liebliche, sanft hügelige Landschaft. Mit seinen zahlreichen
Windungen und Kurven erscheint der Kanal hier auf den ersten Blick als
ein ganz normaler Fluss. Den Erbauern der künstlichen Wasserstraße
ist es gelungen sie den landschaftlichen Gegebenheiten harmonisch anzupassen.
Fünf Schleusen regeln die "Talfahrt", vom 12 Meter über
Normalnull gelegenen Kanalscheitelpunkt bis auf Meereshöhe bei
Lübeck. Auch wenn an Wochenenden meist "nur- Sport- und Freizeitboote
geliftet werden - die Schleusung ist immer ein interessantes Schauspiel.
Einen kurzen Stopp lohnen auch zwei Dorfkirchen am Kanal: Die Kirche
in Berkenthin ist auf dem "Kirchsteig", der einzigen Fußgängerbrücke
über den Kanal, direkt erreichbar. Die frühgotische Backsteinkirche
in Krummesse besitzt im Innern Wandmalereien, die zu den ältesten
in Schleswig Holstein gehören. Historisch nennen darf sich auch
der Klempaus Gasthof in Krummesse. Er ist eines der ältesten Gasthäuser
in Deutschland mit Kruggerechtigkeit seit 1577.
Lübeck
berühmte Hansestadt
Vor den Toren der alten Hansestadt Lübeck treffen wir auf die Trave.
Hier endet offiziell der Elbe-Lübeck-Kanal, der bis 1921 Elbe-Trave-Kanal
hieß. Ab hier heißt die Wasserstraße Kanal-Trave.
Doch Name hin oder her - es bedarf nur weniger Kurbelumdrehungen und
wir haben das Zentrum von "Liubice", dem 1159 von Herzog Heinrich
dem Löwen gegründeten Handelsplatz, erreicht. Der vollständig
von Wasser umströmte Lübecker Altstadthügel
gleicht einem riesigen Freilichtmuseum: Mehr als 1000 Gebäude stehen
unter Denkmalschutz. Große Teile der Altstadt wurden von der (
UNESCO ) in die Liste der "Schützenswerten Weltkulturgüter"
aufgenommen. Darunter der mächtige Dom aus dem 12. Jahrhundert,
die vier Backsteinkirchen Sankt Jakobi, Sankt Peti, Sankt Katharinen
und Sankt Aegidien. Das einzigartige Rathaus, das Buddenbrookhaus und
das weltberühmte Holstentor stehen ebenso unter Denkmalschutz wie
die einladende Schiffer gesellschaft und die alten Salzspeicher. Wenn
auch nicht ausschließlich, so hat das "weiße Gold aus
Lüneburg der Hansestadt einem noch heute sichtbaren Reichtum verholfen.
Und uns einen interessanten Radfernweg beschert.
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| Allgemeines:
Der die beiden alten Hansestädte Lüneburg und Lübeck
verbindende Radfernweg "Alte Salzstraße" besitzt
eine Haupt und eine Nebenroute. Die Hauptroute ist 95 Kilometer
lang und führt größtenteils am Elbe-Lübeck-Kanal
entlang. Die Nebenroute ist 109 Kilometer lang, zweigt bei Witzeeze
von der Hauptroute ab, führt durch den Naturpark "Lauenburgische
Seen" nach Ratzeburg und stößt bei Krummesse wieder
auf die Hauptroute, Beide Routen sind vorzüglich ausgeschildert.
Die Hauptroute führt überwiegend über den alten
Treidelweg, einen geschotterten Doppelspurweg, und ist weitgehend
frei vom motorisierten Verkehr; die Nebenroute führt überwiegend
über verkehrsarme Nebenstraßen. Die Hauptroute ist
eben, auf der Nebenroute sind einige kleine Anstiege zu meistern,
Sportlich ambitionierte Radfahrer schaffen die, Gesamtstrecke
an einem Tag, Genussradler werden sich mindestens zwei Tage Zeit
nehmen.
Etapenvorschlag:
1. Tag: Lüneburg - Mölln (Länge 60 Kilometer),
2. Tag Mölln - Lübeck (Länge 35 Kilometer).
Anreise mit Bahn:
Sowohl der Startort Lüneburg als auch der Zielort Lübeck
sind von Hamburg schnell zu erreichen. Die Züge Verkehren
mindestens im Stundentakt, die Fahrradmitnahme ist problemlos.
Eine Regionalbahn begleitet die Alte Salzstraße von Lüneburg
bis Lübeck mit Zustiegsmöglichkeiten Lauenburg, Büchen
und Mölln sowie in Ratzeburg. Die Züge fahren ebenfalls
im Stundentakt und der Fahrradtransport ist problemlos möglich.
Beste Reisezeit
Naturpark"Lauenburgische Seen" und seine Umgebung Ganz-Jahres-Tourengebiet.
Die schönsten Monate, Mai und Juni, wenn Raps und Löwenzahn
blühen. Die Bäume in zartem Grün erstrahlen, durchaus
reizvoll der Oktober.
Unterkunft:
Die Region ist kein touristisches Neuland. insbesondere Lüneburg,
Lauenburg, Mölln und Lübeck wie auch in Ratzeburg ist
das Angebot an Hotels, Gasthöfen, Pensionen undGästezimmern
umfangreich und bedient jeden Anspruch und jeden geldbeutel. Jugendherbergen
gibt es in Lüneburg, Lauenburg, Mölln, Lübeck und
Ratzeburg. |
Weitere
Infos gibt es hier.....
Herzogtum Lauenburg Marketing & Service GmbH
Junkernstraße 7
23903 Ratzeburg
Tel. 0 45 41 - 80 21-10
Fax: 0 45 41 - 80 21-12
E-Mail:info@hlms.de
www.hlms.de
Lüneburg Touristikinformation / Verkehrsverein
Am Markt, Rathaus
21335 Lüneburg
Tel (04 13 1) 30 95 93 + 32 20 0
Fax (04 13 1) 30 95 98
Mo - Fr 9-13 + 14-18
Sa 9-13 Uhr
Email: stadt_lg@t-online.de
Lübecker Verkehrsverein e.V.
Zentrale Zimmervermittlung
Postfach 1205
23502 Lübeck
Tel (04 51) 72 33 9 oder 72300
Fax (04 51) 70 48 90
Email: verkehrsvereinhl@lynet.de
Im Internet:
Willkommen in der alten Salz- und Hansestadt Lüneburg.
http://www.lueneburg.de/
Willkommen in Mölln
http://www.moelln.de/
Hansestadt Lübeck
http://www.luebeck.de/
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Eine
geführte Tour
Radtour
"Alte Salzstraße"
Diese Tour führt Sie in 4 Tagen von der Salzstadt Lüneburg
zur Hansestadt Lübeck. Sehenswerte Etappenziele sind die
malerische Stadt Lauenburg, die Eulenspiegelstadt Mölln und
Ratzeburg, auf einer Insel.
Die 127
km lange Strecke führt Sie aus dem norddeutschen Flachland
in die Hügellandschaft der Lauenburgischen Seen. Die Elbe
und das Hohe Elbufer bilden landschaftlichen Höhepunkte.
Sie radeln am romantischen Elbe-Lübeck-Kanal entlangund
erleben den Hügelcharakter der Lauenburgischen Seen. Aber
keine Angst, steile Anstiege gibt es nicht.
Für
Ihre Übernachtung kümmern wir uns um liebenswerte
Gasthöfe und Hotels zwischen Lüneburg und Lübeck.
Leistungen:
3 Übernachtungen/ Frühstück,
Infomappe mit Streckenvorschlag und Karte
Preise:
pro Person 159,- €
(im Doppelzimmer)
Zusatzleistungen:
Gepäcktransport 33,- € pro Person
(ab der 5. Person 16,50 €)
Leihfahrräder für 4 Tage mit
7-Gängen: 36,- € pro Person
Einzelzimmerzuschlag : 42,- € pro Person
zu
buchen über
Herzogtum
Lauenburg Marketing & Service GmbH
Junkernstraße 7
23903 Ratzeburg
Tel. 0 45 41 - 80 21-10
Fax: 0 45 41 - 80 21-12
E-Mail:info@hlms.de
www.hlms.de
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