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von der Quelle bis zur Mündung. Ist das viel oder wenig für
einen Fluss wie die Wörnitz? Wird sie länger, zum Beispiel für
den Kanufahrer, durch Kehren, Schleifen, plötzliches Hakenschlagen?
Durch Hindernisse wie Wehre, um die herum das Boot getragen werden muss?
Zieht sie sich in die
Länge, zum Beispiel für den Wanderer, der das Flussufer verlässt,
um ein Markgrafenschloss in Wassertrüdingen oder die romanische Basilika
eines Benediktinerklosters in Auhausen anzusehen? Oder sind es gerade
die Aktivitäten und Sehenswürdigkeiten am Rande, die eine Reise
am oder auf dem Fluss eher kurzweilig gestalten?
Die Wörnitz muss sich den Beinamen "Schlangenfluss" gefallen
lassen. Sie schweift ab, ist nicht gradlinig. Der Fluss entspringt im
Naturpark Frankenhöhe bei Schillingsfürst, fließt durch
ein flaches, weit geöffnetes Tal zwischen der Schwäbischen und
der Fränkischen Alb - und strebt anscheinend widerwillig seiner Mündung
in die Donau bei Donauwörth entgegen.
Ein
friedlicher Fluss trotz alledem: nicht allzu breit, nicht allzu tief und
recht fischreich obendrein. Oberhalb von Wassertrüdingen nimmt die
Wörnitz noch schnell die Sulzach mit ins Bett. Gemütlicher wird
sie, etwas breiter, die unruhige Zeit ist vorbei.
Etwa 20 Kilometerweiter liegt majestätisch hoch auf einem Felsen
die Harburg, eine gut erhaltene mittelalterliche Burganlage. Ihr zu Füßen
findet man das gleichnamige malerische Städtchen. Hier setzen wir
an der Steinbrücke unsere Kajaks ein und folgen dem mäandernden
Fluss in Richtung Brünnsee und Ebermergen. Bei Wörnitzstein
erreichen wir ein Wehr welches auf der rechten Seite umtragen werden muss.
Danach stärken wir uns in dem paddlerfreundlichen "Gasthaus
Braun" .Weiter geht es auf ruhigen Wassern, welche auch bei Anglern
sehr beliebt sind. Daher achten wir besonders auf die regenbogenfarbig
schimmernden Nylonschnüre der Angler die oft versteckt und regungslos
zwischen den dichten Büschen oder dem Schilf am Ufer sitzen. Ein
freundliches "Petri Heil" erweckt sie meist aus ihrer Starre,
und weiter. Der Fluss schlängelt sich an Felsheim vorbei, und schon
bald ist auch Donauwörth in der Ferne zu
erkennen. Seltsam, nach einer langen Schleife liegen Donauwörths
Wahrzeichen, die Kirchtürme, bereits wieder hinter uns. Das ging
aber schnell. Am alten Weinberg verweilen wir noch ein wenig, um einen
Storch beim Mäuse jagen am Ufer zu beobachten. Anschließend
erreichen wir Nordschwabens schöne alte Reichsstadt Donauwörth.
Unmittelbar neben der Umtragestelle des Stadtmühlenwehres liegt der
gepflegte Platz vom KC Donauwörth mit Zeltmöglichkeiten. Zur
Donaumündung sind es von hier aus nur noch 2 Kilometer Wir erliegen
allerdings dem Lockruf des Schlafsacks.
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Charakter:
Der Wanderfluss ist ab Harburg für alle Bootstypen geeignet.
Nach den Wehranlagen ist die Wörnitz meist sehr seicht und
zum Teil auch stark verkrautet.
Beste Zeit: von April bis Mitte Oktober Im Spätherbst
ist es in Nordschwaben oft sehr nebelig.
Einstieg: in Harburg bei der alten Steinbrücke mit Parkmöglichkeit.
Ausstieg: an der Westspange beim Kanu-Club Donauwörth. von
hier aus ist Harburg gut mit dem Fahrrad erreichbar
Camping:
Donauwörth-Oberndorf;
Donau-Lech-Camping, Eggelstetten, Tel 0909014046 Harburg; Camping
am Bauernhof Ronheim, Fam.Schröppel, Tel.090801581, Beim
Kanu-Club Donauwörth, Tel. 0906122605.
Besonderheiten:
Bei Hochwasser ist von einer Befahrung der Wörnitz dringend
abzuraten. Die meisten Wehre sind dann lebensgefährlich.
Es haben sich schon mehrere tödliche Unfälle ereignet.
Sehenswürdigkeiten:
Nördlingen mit einer vollkommen erhaltenen,. kreisrunden
Stadtmauer, St. Georgskirche mit einem 90 m hohen Kirchturm, Rieskratermuseum.
In Harburg: mittelalterliche Ritterburg mit Führungen. In
Donauwörth: Klosteranlage Heilig Kreuz und das Münster,
Rathaus, Färbertörl und natürlich das Ried.
Bootsverleih:
Kanu-Laden Purtec, Alte Augsburger Str. 12, 86609 Donauwörth,
Tel. 090618086 und Sport Schneller Rainer Str.25, 86609 Donauwörth~Nordheim,
Tel. 090618072.
Infos:
Ferienland Donau-Ries, Pflegstraße 10, 86609 Donauwörth,
Tel.0906174-211, Fax74-212, Internet: www.donau-ries.de
oder
www donauwoerth.de
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