Kanutour
Ems
Allgemein Dem Ersten der Tod, dem Zweiten die Not, dem Dritten das Brot. Bis vor dreihundertJahren waren weite Teile des Emslands unpassierbare und von Menschen unbewohnte Moorgebiete. Von den frühen Siedlern stammte die Weisheit, daß erst der dritten Generation ein einfaches Auskommen gesichert war. Der Boden mußte mühevoll durch Moorbrennen urbar gemacht werden, bevor Buchweizen ausgesät werden konnte. Die Erträge waren kärglich. Auch die Torfstecher lebten schlecht von ihrer harten Arbeit. Mit Spaten bauten sie die tiefere Schwarztorfschicht ab. Doch im Gegensatz zu Kohle und Holz war Torf der Brennstoff der Armen und der Erlös gering. Erst 1947 begann man, die Emsmoore in großem Maßstab zu kultivieren. Die Landschaft wurde durch Gräben trockengelegt und der Torf großflächig und mit modernen Maschinen abgebaut. Gründlich und erfolgreich - so erfolgreich, daß sich dieser ökologisch wertvolle Lebensraum heute nur noch in wenigen Biotopen und Naturschutzgebieten findet. Große, natürliche und unbeeinflußte Moore gibt es im Emsland nicht mehr. Die Region hat trotzdem ein sympathisches Gesicht behalten, eine flache, weite Landschaft, geprägt von der Landwirtschaft, von Flüßen und von vielen Kanälen. Die Ems entspringt in der Senne nahe Paderborn und mündet bei Emden nach 371 Kilometern in die Nordsee. Im Dollart, dem Mündungsgebiet, erreicht sie eine Breite von 700 Metern. Zwischen Rheine und Papenburg aber windet sie sich eher schmal und friedlich durch das Land, dem sie ihren Namen gab. Beste Reisezeit Frühjahr bis Herbst - übliches Problem: je schöner das Wetter, desto mehr Touristen. Anreise Von Norden per Zug über Meppen nach Salzbergen oder per Auto auf der B 70 Emden - Rheine; von Süden A 31 bis Gronau, dann Richtung Rheine und Salzbergen. Route Start: Emsbrücke an der Straße von Salzbergen nach Bexten (Stromkilometer 58. 1); zu Fuß sind es 10 Minuten zum Bahnhof Salzbergen. Übernachtung: Hanekenfähr (Km 84.4) - Hotel, Restaurant und Campingplatz "Am Wasserfall". Alternative: hinter dem direkt folgenden Wehr am linken Emsufer Gaststätte "Bösker". Günstigere Aufteilung der beiden Tagesetappen bei Weiterfahrt bis Campingplatz "Emswiesen" bei Lingeri Schepsdorf (Km91.4, nur von April bisOktober geöffnet).An der Brücke Altenlinaen (Km 96.8) Möglichkeit zur Rast in Gaststätte Kibitz, viele Schnitzel und alle Getränke, Gaststätte "Zur Ems", nur Getränke (beides linkes Ufer, vom Wasser nicht sichtbar); nächste Möglichkeit Brücke Dalum (Km 106.5): Gaststätte "Fährhaus", Speisen, Getränke; Ziel: Meppen (Km 123), rechtes Ufer Campingplatz, kurz vor Einmündung des Dortmund-Ems-Kanals rechts, gute Möglichkeit z. Ausstieg, von hier keine 10 Minuten Fußweg zum Bahnhof mit Verbindung nach Salzbergen. Wer möchte, kann einen Tag anhängen und weiter bis Haren fahren. Die Stromkilometer werden teilweise am Ufer angezeigt. Campingplatz Meppen, ebenfalls auf Wunsch organisierte Touren und Bootstransport. An der Bleiche, Tel.: 0 59 31/1 64 11. Geöffnet April bis Oktober. Ausrüstung Zelt, Isomatte, Schlafsack, wasserdichte Kajaksäcke oder Tonne, ein 3 Mann -Kanadier faßt problemlos 2 Erwachsene, Hund und Gepäck. Kleidung Bei Kälte ist schnelltrocknende Fleece-Kleidung und eine dünne Regenjacke zweckmäßig und hohe, eventuell wasserdichte Trekkingstiefel. Unterkünfte Campingplatz"Am Wasserfall", Lingen-Hanekenfähr, 49808 Lingen, Tel.: 05 91/80 90, ganzjährig geöffnet. Gaststätte "Bösker", Elberger Schlipse, 48488 Elbergen, Tel.: 05 91/24 49; Campingplatz "Emswiesen", Zum Emsstrand 9, 49808Lingen,Tel.:0591/3008 ,geöffnet Aprif bis Oktober, Campingplatz Meppen, An der Bleiche, 49716 Meppen, Tel.: 0 59 31/164 11, geöffnet April - Oktober. Campingplatz "Emspark", Kirchstr., 49808 Haren, Tel.: 0 59 32/45 22, April bis November Alternativen Das Emsland ist hervorragend für Radtouren geeignet. Viele Dörfer sind verbunden durch schmale und sehr verkehrsarme Asphaltsträßchen. Bei der Touristeninformation Meppen erhältlich: Fahrradverleih: Campingplatz Meppen (10,- € /Tag), Gaststätte"Bösker" (9,- € /Tag), Hotel "Am Wasserfall`. Wasserwandern läßt sich nicht nur auf der Ems: ebenso reizvoll ist die Hase, außerdem viele Kanäle |
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