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Wir hatten uns entschlossen eine Wochenend Tour mit 2 Erwachsenen
und 2 Kindern ( 7 und 10 Jahre alt) auf der Mecklenburger Seen
Platte zu unternehmen. Wir entschieden uns für das Startgebiet
Granzow am Granzowersee. Via Internet bestellten wir nach ausführlicher
e-mail Beratung, einen 5er Kanadier ( bei www.kanustation-granzow.de
) Wir wollten Freitag mittag starten und am Sonntag nachmittag
wieder zurück sein. (Kosten 80 € )
Wir
kamen so gegen 13 h an und nahmen das bestellte Kanu inklusive
4 Paddel in Empfang. Es wurde beladen, alles in wasserdichten
Packsäcken, nur die Lebensmittel und Getränke kamen in die mitgelieferte
Tonne. Um etwa 14 h ging es bei schönen Sommerwetter auf die große
Fahrt.
Vom
Badestrand direkt an der Kanustation ging es gleich links in einen
Verbindungskanal der uns in den Mirowersee führte. Diesen überquerten
wir und hielten rechts am Mirower Schloß vorbei wieder auf eine
Verbindung die uns in den Zotzensee führen sollte zu. Am Beginn
des Kanals (natürlich) befanden sich einige Wochenendhäuser,
früher wohl Fischerhäuser. Vom Zotzensee über den Mössensee
ging es in den Vilzsee. Unterwegs findet man immer gute Rastplätze,
wenn diese nicht schon von allerlei Motorbooten belegt sind. Es
waren ja noch Sommerferien und daher doch relativ viel los. Da in
diesem Gebiet auch Hausboote jeder Größe ohne Führerschein gemietet
werden können.(z.B. bei www.kuhnle-tours.de
) Es war doch schon reichlich was los. Auf den Seen
nicht so schlimm aber in den schmalen Verbindungen der einzelnen
Seen merkte man schon das erhöhte aufkommen. Etwa um 17h,
kamen wir an unserem ersten Lagerplatz, einem Campingplatz am Ende
des Vilzsees am Südwest Ufer an. Dieser stellte sich als Jugendbegegnungsstätte
heraus. Wir meldeten uns an, bezahlten 15,-€ und bauten
die Zelte auf. Die Kids waren in der Zeit zum Schwimmen.
Am
nächsten Morgen ging es wieder los, über den Vilzsee zurück in
Richtung Osten in die Havel-Wasserstraße. Hier muß eine Schleuse
passiert werden, was den Kindern viel Spass machte. Wir mussten
allerdings eine halbe Stunde warten, da doch einiges los war.
Weiter ging es durch die Havel-Wasserstraße in den Labussee. Am
Ende des Sees am nördlichen Ufer, gegenüber der Stadt Canow
befindet sich eine Verbindung in den Gobenowsee mit Namen Dollbek.
Am Beginn dieser Verbindung machten wir Mittagspause. Weiter durch
die Dollbek, gerade aus über den Gobenowsee wieder in einen kleinen
Fluß mit Namen Drosedower Bek. Ab hier ist´s Naturschutzgebiet
und für Motorboote verboten. Sehr angenehm. Der Drosedower Bek
macht Spaß, ruhig und sehr schön. Hier ließen wir uns richtig
zeit um die Natur zu beobachten. Es ging auf 16 h zu und wir wollten
an einem der Campingplätze am Rätzsee unser nächstes Lager aufschlagen.
Aber
die Plätze die Richtung Südwest, (wieder zurück zum Vilzsee),
eingezeichnet waren, existierten leider nicht. Am Ende des Rätzsees
war ein Platz zu erkennen, dort stand ein Schild im Wasser, auf
dem stand :noch 500 Meter zum Wasserwanderplatz”. Der sollte es
dann werden. Wir paddelten also in die Verbindung zum Vilzsee,
genannt Oberbek und wurden alle 100 Meter auf das näherkommen
des Wasserwanderplatzes, durch ein Schild aufmerksam gemacht.
Angekommen, hier war auch Schluss. Denn hier muss das Boot etwa
hundert Meter über die Straße getragen werden. Wir blieben hier
über Nacht. Der Wasserwanderplatz gehört zum Familien Freizeit
und Ferien-Naturpark am Rätzsee (an der Fleehter Mühle)
Wie sich herausstellte war das eine Zusammenlegung der 2 Plätze
die auf der Karte eingezeichnet waren. (Dieser Platz sehr zu empfehlen,
sehr gute Sanitären-Anlagen , Kiosk mit Bäckerei und einer kleinen
Gaststätte. Mit 14,- € für alle Mann sehr günstig) Wir saßen
bis spät in die Nacht am Lagerfeuer und unterhielten uns mit einigen
neuen Bekanntschaften.
Morgens
um 6.30h wurde ich durch einen Sturm, es hörte sich jedenfalls
so an, aber das Zelt bewegte sich nicht, geweckt. Das machte mich
doch etwas stutzig. Ich stand auf, es brannte in etwa 200 Metern
Entfernung lichterloh.
Es war die alte Mühle. Bis die Feuerwehr endlich ankam war nicht
mehr viel übrig was man hätte löschen können. Ein Erlebnis für
die Kids, denn wann sieht man schon mal so ein Feuer. Nach dem
Frühstück mit ofenwarmen Brötchen ging es um 10h weiter.
Das Boot eingesetzt und noch etwa 1000m auf der ruhigen Oberbek
und wir gelangten wieder in den Vilzsee. Von hier wieder zurück
über Mössensee, Zotzensee,Mirowersee zur Kanustation. Wir gaben
das Boot ab. Die Kinder schwammen derweil noch eine Runde. Ein
sehr gelungenes und zur Nachahmung empfohlenes Wochenende.
Karten:
Rad-Wander und Gewässerkarte MIROW von der Müritz zum Pälitzsee.
Maßstab 1: 35000 Dr. Lutz Gerhardt “Grünes Herz Verlag
für Tourismus. Ilmenau/Thür. ISBN 3-929993-88-0 für 3,95
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