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Höhlentour in Rumänien

Höhlentour in Rumänien

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Rumänien 1Höhlentour in Rumänien 
3 Tage Retezat-Gebirge 
1.Drei Tage durch bewaldete Schluchten und Höhlen im Anina-Gebirge 
2.Eine Drei-Tage-Wanderung durch die wunderschöne Karstregion des Anina-Gebirges lässt mit Sicherheit die Herzen höher schlagen. Campieren kann man hier wo immer man will, oder wie weit auch immer man es schafft!

1.Tag:

Rumänien 1Der Einstieg dieser Wanderung ist die Karasch-Klamm (Cheile Carasului) bei dem malerisch gelegenen Ort Carasului. Hier leben vorwiegend Kroaten. Insgesamt gibt es in dieser Region 7 kroatische Dörfer. Man kommt mit dem Auto von Resita und gelangt oberhalb des Ortes Carasului an eine grosse Brücke. Darüber hinweg, dann Abstieg ins Tal und unter die Brücke hindurch und nach wenigen Metern befindet man sich schon in völliger Wildnis. 
Wer sich für Höhlen ein wenig interessiert, der findet nach etwa einer halben Stunde Wegzeit rechts der Schlucht einen Hö hleneingang, die "Pestera de dupá Cârsá". Ein Höhlenportal ist sichtbar, entpuppt sich als bald aber als Grotte mit einem weiteren, direkt darüber liegenden Portal. Rechts aufsteigen und rein. Wieder nur eine Grotte? Irrtum! Ganz hinten in der Grotte steigt man durch einen schmalen Spalt in einen offenen Schacht und gelangt zu einem neuen Höhlenportal. Dort hinein, gelangt man nach ca. 50 Metern zu einem schlammigen steil absteigenden Gang, der zu einen unterirdischen Bach führt. ... 
Weiter geht es immer rechts der Schlucht entlang. Nach einer weiteren halben Stunde etwa gelangt man zu einem wunderschönen Zeltplatz. Hier macht der Caras-Fluss eine sanfte Biegung und links zu sehen, das grosse Höhlenportal der "Pestera Liliecilor". Ein Ausflug in die ca. 700 Meter lange Höhle ist möglich. Aber man braucht ein wenig Seil, insbesondere zum Abseilen, denn das Höhlenportal liegt ca. 10 Meter höher. Hinauf geht´s teils ohne Seil aber runter wird es dann doch problematisch! 
Weiter geht es in Richtung Prolaz. Prolaz ist eine Ausweitung mitten in der Schlucht, mit einer wunderbaren Wiese, die zum Campieren regelrecht einlädt. Etwa 4 Stunden läuft man bis hier her. Auf der anderen Seite vom Fluss lebt noch ein Bauer, von dem man frische Milch und Käse kaufen kann. Auf jener Seite geht ein steiler Wanderpfad empor, hinüber nach Iabalcea, welches eines dieser bereits erwä hnten kroatischen Dörfer ist. Es lohnt eine nachmittägliche Rundwanderung mit kleinem Gepäck! 
Wer auf dem Weg von der Pestera Liliecilor nach Prolaz zufällig einen Wanderer trifft, der kann sich ja nach der Höhle "Pestera de Sub Cetate II" erkundigen. Ohne Vorkenntnisse ist sie schlecht zu lokalisieren, aber sie liegt nach weiteren 20 - 30 Minuten Wegzeit nach der Pestera Liliecilor auf der linken Seite vom Fluss. 
Bei Prolaz, flussaufwärts, gute Bademöglichkeit! 

2.Tag:
Rumänien 2Der weitere Weg von Prolaz bis zu dem Punkt, an dem zur linken Seite der Comarnic-Bach in die Caras fliesst, ist sehr beschwerlich. Gleich hinter Prolaz, entlang der rechten Seite der Schlucht, lä uft man nur noch auf einen sehr schmalen Pfad, der sich teils verliert. Aber für die Orientierung ist es dennoch nicht schwierig, denn als Faustregel gilt, immer entlang der Caras! Bis zum Abzweig, wo aus einem Tal linksseits der Comarnic-Bach kommt, braucht man ca. 3-4 Stunden. Dann quert man den Caras-Bach und steigt in Richtung Comarnic-Bach gesehen rechts vom Bach einen kurz steil aufsteigenden Fusspfad empor. Im Prinzip gibt es zwei Möglichkeiten, um von hier zur wunderschönen Höhle "Pestera Comarnic" zu gelangen. Bei wenig Wasser und mit wasserbeständigen Sandalen macht es natü rlich Spass, direkt durch den Bach das Comarnic-Tal hinauf zu "furten". So reichlich Wasser fliesst, oder man nicht so viel durch´s Wasser möchte, ist der Aufstieg angeraten. Um keine Fehler zu machen empfehle ich diesen Anstieg, bis man ca. 3-5 Meter höher auf einen erkennbaren Pfad gelangt, der dann die Karasch-Klamm (Cheile Carasului) zur linken Seite weiter entlang fü hrt. Irgendwann steigt dieser schmale malerische Pfad auf, über karstigen Schotter. Man gelangt an einen Tunnel einer verlassenen Bahnstrecke. Dann nach links durch den Tunnel weiter in entgegengesetzter Richtung. Nach ca. 2 km gelangt man auf eine Forststrasse. Genau diese Stelle sollte man sich für den nächsten Tag UNBEDINGT merken!!! 
Bis zur Comarnic-Höhle sind nun noch ca. 30-40 min. zu laufen. Dort ist zur linken Seite ein grosses Forsthaus, mit einer dahinter liegenden Wiese. Hier gute Zeltmöglichkeit direkt am Bach! 
Bei Vorabsprache, oder so man im Sommer Glück hat, wird man an der Hütte der Höhlenforscher vom Verband "Exploratorii" entsprechend jemanden vorfinden, der Führungen gegen ein kleines Entgeld durch diese Hö hle macht. Sehr empfehlenswert! Carbid-Lampen werden angeboten. Aber es geht auch mit eigener Beleuchtung. 

3.Tag
Rumänien 3Nun heisst es erneut den Weg zu der verlassenen Bahnstrecke einzuschlagen. Also den Forstweg rechts vom Comarnic-Bach wieder flussabwärts. Für jene, die das Comarnic-Tal "hinaufgefurtet" sind, gilt folgendes: 
Nach ca. 2-3 km Wegstrecke kommt rechts ein schnell zu übersehender Abzweig, der in die gleiche Richtung unterhalb der Forststrasse weiter führt. Man ist wieder in der Karasch-Klamm! Zur Orientierung gibt es folgende Möglichkeiten: 
zum einen wird die zunächst links oberhalb des Forstweges verlaufene ehemalige Trasse sichtbar. An dem Punkt, wo sie sich der Strasse nähert, geht sie irgendwann darüber hinweg 
hat man diesen Punkt verpasst muss man aufmerksam auf dem weiteren Weg nach rechts unten schauen. Irgendwann sieht man auch von oben diesen verlassenen Bahntunnel. In diesem Falle direkter Abstieg dorthin! 
Durch den Tunnel hindurch und weiter auf der Strecke. Nach ca. 30 min. kommt man an eine Eisentür, die sich direkt linksseits in der Felswand befindet. Die Tür ist defekt und man kann hineinschauen. Dort folgt gleich im Anschluss eine schmale Passage in die Höhle "Pestera Popovât". Nach einer engen Passage kommt ein sich anschliessender grosser Saal. Es folgt ein Abstieg und man gelangt zu einem unterirdischen kleinen See. 
Geht man die Strecke weiter entlang, dann kommt man nach einiger Zeit an eine stählerne Brücke, von der nur noch die Stahlelemente existieren. Man kann die Brücke in Baumwipfelhö he aber gut überschreiten und gelangt auf die andere Seite der Karasch-Klamm. Dieser Punkt hier heisst "Megiureca". Hier fliessen die Bäche der Caras und des Buhui zusammen. Der Weg geht weiter linksseits durch das Buhui-Tal. Es folgen zwei weitere verlassene Eisenbahntunnel, von denen der erste wegen tiefen Wassers darin "ü bergangen" werden muss. Irgendwann kommt man an einem Punkt, an dem sich links und rechts vom Tal gemauerte Brückenreste befinden. Hier wird gefurtet und dann geht´s auf der rechten Seite vom Tal auf einem Forstweg direkt zur "Cabana Márghitas". Auf der Strecke kommen zur Rechten noch zwei kleinere Höhlen. Zunächst die "Pestera de la Haldiná" mit zwei nebeneinander liegenden Portalen. Hier wurde einst in der Hö hle Wasser angestaut, zur Betankung der alten Dampfloks. Ca. 20-30 min. später kommt ein weiterer Höhleneingang. Dieser wurde durch den damaligen Bau der Bahnstrecke fast zugeschü ttet. Man kann bequem hineingehen. Nach ca. 200 Meter endet die Höhle. 
Angekommen an der Cabana Márghitas kann man sich von hier abholen lassen. Eine gute Möglichkeit wä re die Absprache mit einem Taxifahrer aus Resita. Die Anreise in diese Region erfolgt z.B. mit dem Zug über Timisoara - Resita. Man kann sich ab Resita mit einem Taxi bis Carasului zum Eingang der Karasch-Klamm fahren lassen und einen Termin zum Abholen bei Márghitas vereinbaren. Die Strecke habe ich im Frühjahr und Herbst bereits dreimal durchwandert und bin dabei auf insgesamt zwei einheimische Wanderer gestossen. Im Sommer sind natürlich im vorderen Abschnitt der Karasch-Klamm mehr Wanderer und Höhlenforscher unterwegs. 

Drei Tage durch´s Retezat-Gebirge
Anreise nach Cîrnic. Beispiel: mit dem Zug Budapest - Arad - bis Deva (oder Simeria). Dort den Personalzug in Richtung Petrosani nehmen und an der Station "Ohaba de Sub Piatrá" aussteigen. In den Sommermonaten fahren von hier aus für ein kleines Entgeld Privatanbieter bis Cîrnic hinauf. Zweite Möglichkeit: Taxi schon direkt ab Deva oder Simeria (Fahrpreis bereits vor Beginn der Fahrt aushandeln!). 
Von Cârnic bis Cabana Pietrele sind es noch 7 km zu laufen. Anreisende zu später Tageszeit können bei Cabana Pietrele das Zelt aufbauen oder dort in einer Hütte übernachten. 

1.Tag:
Rumänien 4Abmarsch ab Cabana Pietrele - Anstieg in dem Tal "Valea Stânisoarei", hinauf zum Pietrele-See. Dort dann Aufstieg nach rechts zum Retezat-Gipel (Vf. Retezat 2482 m). Bisherige Wegzeit etwa 4 Stunden. Dort wieder den oberen letzten Anstiegskamm zurück, den Grat weiter verfolgend, hinüber zum Vf. Bucura I (2433 m). Dann weiter ü ber alpines Bruchgestein zum Vf. Bucura II und weiter zur Curmátura Bucurei und direkter, kurzer Abstieg zum grössten Bergsee des Retezat-Gebirges, dem Lacu Bucura. Gesamtwegzeit etwa 6-7 Stunden. Es gibt die Mö glichkeit direkt am Lacu Bucura zu zelten. Hier ist aber kein Brennholz in der Nähe (Gas.- oder Benzinkocher mitführen!). Weitere Möglichkeit zum Campieren: nach weiteren 40 min. Abstieg bei Poiana Pelegii. Hier ist Brennholz und somit die Möglichkeit für ein Holzfeuer gegeben. Im Sommer kampieren hier viele Wanderer und man kann isch auch problemlos zu einem der vielen abendlichen Feuer hinzugesellen. 

2.Tag:
Rumänien 5Das Zelt bleibt stehen und nur mit kleinem Gepäck geht es auf eine genüssliche Tages-Rundtour. Von Poiana Pelegii Aufstieg zum Lacu Bucura. So die Wanderung direkt ab dem Lacu Bucura beginnt, muss man zum Abend dann von Poiana Pelegii wieder hier her aufsteigen. 
Weitermarsch zum Vf. Peleaga (2509 m), dem höchsten Berg des Retezat. Aufstiegszeit je nach Route (entweder gleich hinter der kleinen Hü tte der Salvamont-Station (Bergrettungsdienst) oder aber über Curmátura Bucurei, zwischen 1 - 2 Stunden. Es folgt ein steiler Abstieg mit anschliessendem Aufstieg zum Vf. Pá pusa (2508 m). Gesamtlaufzeit etwa 2 - 3 Stunden. Dann den Grat über alpines Bruchgestein entlang zum Vf. Pápusa Micá (2376 m) und weiter den Grat "Culmea Pápusa Custura" folgend bis links der Abzweig hinunter nach Stâna de Râu geht. Hier führt unser Weg aber in gleicher Richtung weiter, um dann den sich nach rechts anschliessenden Kamm hinüber zur Saua Plaiului Mic (1884 m) zu folgen. Direkt bei Saua Plaiului Mic dann direkter Abstieg nach rechts hinunter zur Poiana Pelegii. Der Abstieg dauert ca. 30 min.. Geamtlaufzeit beträgt etwa 6 - 8 Stunden. 

3.Tag:
Abmarsch von Lacul Bucura hinunter nach Poiana Pelegii, oder sofortiger Aufstieg von Poiana Pelegii hinauf zur Saua Plaiului Mic. Hier folgt der Abstieg zur Cabana Buta (1580 m) und von dort weiterer Abstieg durch bewaldetes Gebiet in Richtung Câmpu lui Neag. Ab Câmpu lui Neag Rückreise per Bus, Autostop, Privattaxi´, ... nach Petrosani - Simeria. Hier besteht wieder Anschluss an die internationalen Züge nach Budapest. Der Abmarsch und die Rückreise bis Simeria kann durchaus eine ganzen Tag an Zeit beanspruchen. 

Autor: und Bilder von Wilhelm Scherz Wiesenstr.1 14913 Jüterbog

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