Grönland Transversale
Grönland schmilzt – mit Windenergie über das Inlandeis
von Martin Hülle zur Bildergalerie
Grönland oder Kalaallit Nunaat, das „Land der Menschen“, wie die Grönländer selbst ihre Heimat nennen, ist die größte Insel der Welt. An der von tiefen Fjorden eingeschnittenen Küste leben nur etwa 55.000 Menschen inmitten einer gewaltigen arktischen Natur. Das innere Grönlands ist unbewohnt und komplett von Eis bedeckt, welches das Land zu 85% einnimmt und stellenweise bis zu 3000 m dick ist.
So weit das Auge reicht erstreckt sich die weiße Weite beinahe endlos in alle Himmelsrichtungen und bildet die größte Festland-Eismasse auf der Nordhalbkugel. Würde der gesamte Eisschild Grönlands abschmelzen, dann stiege der Meerwasserpegel weltweit um sieben Meter. Auch das Klima in Mittel- und Nordeuropa wird maßgeblich von den Bedingungen über dem grönländischen Inlandeis bestimmt. Wo sich dieses Inlandeis der Küste nähert, fließen Gletscher hinab zum Meer und große Stücke brechen dort ab und treiben als Eisberge auf dem Wasser weiter. Im Sommer erstrahlt die Mitternachtssonne ununterbrochen über der Landschaft, im Winter erlischt alles in der dunklen Polarnacht. Grönland, ein Land der Kontraste, in dem noch heute die Nachfahren einer jahrhundertealten Kultur leben, die erst in den letzten fünfzig Jahren den Übergang von der traditionellen Jäger- und Fängergemeinschaft in die moderne Industriegesellschaft vollzogen hat.
Doch gerade in den arktischen Regionen kommt die zunehmende Erderwärmung deutlich zu Tage. Am Nordpol bricht das Meereis immer früher und weiter auf. Und auch auf dem Inlandeis Grönlands bilden sich im Sommer vermehrt großflächige Schmelzwasserbereiche. Diese Abschmelz-Zonen nehmen auf Grönland seit 1979 jedes Jahr um durchschnittlich 16 Prozent zu. Ein Grund für diese Auswirkungen der globalen Erwärmung ist ein Anstieg des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre. Um diesen Anstieg zu stoppen, muss die Verbrennung fossiler Energieträger reduziert werden. Ansonsten wird sich die Nordpolarregion weiterhin nahezu doppelt so schnell aufheizen wie der Rest des Planeten. Laut dem Bundesverband Windenergie ist ein unumstrittenes Konzept dazu Energieeinsparung, Energieeffizienz und ein konsequenter Ausbau regenerativer Energien. Bei der Grönland Transversale 2006 werden wir die günstigen Windverhältnisse auf dem Inlandeis Grönlands nutzen und mit Hilfe von Parawings über das ewige Eis segeln. Auf diese Weise werden wir die Effizienz dieser Energieform direkt an Ort und Stelle, dort wo die erwärmte Erde deutlich sichtbar wird, nachvollziehbar demonstrieren.
Bibliografie / Quellen
Tarmas, Olaf: Das große Schmelzen, Geo Special Island, Grönland, Spitzbergen, Hamburg März 2005
Arctic Climate Impact Assessment: Impacts of a Warming Arctic, www.amap.no/acia/index.html
Bundesverband Windenergie e.V.: Wissen Windenergie: Einblicke und Ausblicke, Osnabrück 2002
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Expeditionshomepage unter: www.groenland2006.de
Copyright © 2001-2010 bei Outdoor-Aktiv.com
Grönland schmilzt – mit Windenergie über das Inlandeis
von Martin Hülle zur Bildergalerie
Grönland oder Kalaallit Nunaat, das „Land der Menschen“, wie die Grönländer selbst ihre Heimat nennen, ist die größte Insel der Welt. An der von tiefen Fjorden eingeschnittenen Küste leben nur etwa 55.000 Menschen inmitten einer gewaltigen arktischen Natur. Das innere Grönlands ist unbewohnt und komplett von Eis bedeckt, welches das Land zu 85% einnimmt und stellenweise bis zu 3000 m dick ist.
So weit das Auge reicht erstreckt sich die weiße Weite beinahe endlos in alle Himmelsrichtungen und bildet die größte Festland-Eismasse auf der Nordhalbkugel. Würde der gesamte Eisschild Grönlands abschmelzen, dann stiege der Meerwasserpegel weltweit um sieben Meter. Auch das Klima in Mittel- und Nordeuropa wird maßgeblich von den Bedingungen über dem grönländischen Inlandeis bestimmt. Wo sich dieses Inlandeis der Küste nähert, fließen Gletscher hinab zum Meer und große Stücke brechen dort ab und treiben als Eisberge auf dem Wasser weiter. Im Sommer erstrahlt die Mitternachtssonne ununterbrochen über der Landschaft, im Winter erlischt alles in der dunklen Polarnacht. Grönland, ein Land der Kontraste, in dem noch heute die Nachfahren einer jahrhundertealten Kultur leben, die erst in den letzten fünfzig Jahren den Übergang von der traditionellen Jäger- und Fängergemeinschaft in die moderne Industriegesellschaft vollzogen hat. Doch gerade in den arktischen Regionen kommt die zunehmende Erderwärmung deutlich zu Tage. Am Nordpol bricht das Meereis immer früher und weiter auf. Und auch auf dem Inlandeis Grönlands bilden sich im Sommer vermehrt großflächige Schmelzwasserbereiche. Diese Abschmelz-Zonen nehmen auf Grönland seit 1979 jedes Jahr um durchschnittlich 16 Prozent zu. Ein Grund für diese Auswirkungen der globalen Erwärmung ist ein Anstieg des Treibhausgases CO2 in der Atmosphäre. Um diesen Anstieg zu stoppen, muss die Verbrennung fossiler Energieträger reduziert werden. Ansonsten wird sich die Nordpolarregion weiterhin nahezu doppelt so schnell aufheizen wie der Rest des Planeten. Laut dem Bundesverband Windenergie ist ein unumstrittenes Konzept dazu Energieeinsparung, Energieeffizienz und ein konsequenter Ausbau regenerativer Energien. Bei der Grönland Transversale 2006 werden wir die günstigen Windverhältnisse auf dem Inlandeis Grönlands nutzen und mit Hilfe von Parawings über das ewige Eis segeln. Auf diese Weise werden wir die Effizienz dieser Energieform direkt an Ort und Stelle, dort wo die erwärmte Erde deutlich sichtbar wird, nachvollziehbar demonstrieren.
Bibliografie / Quellen
Tarmas, Olaf: Das große Schmelzen, Geo Special Island, Grönland, Spitzbergen, Hamburg März 2005
Arctic Climate Impact Assessment: Impacts of a Warming Arctic, www.amap.no/acia/index.html
Bundesverband Windenergie e.V.: Wissen Windenergie: Einblicke und Ausblicke, Osnabrück 2002
Weitere Informationen finden Sie auch auf der Expeditionshomepage unter: www.groenland2006.de
Copyright © 2001-2010 bei Outdoor-Aktiv.com


































