So Pflegen Sie Ihre Ausrüstung ... 1.Teil Schuhe
1.Teil Trekkingschuhe
Outdoorschuhe bedürfen wohl die meiste Pflege von allen Outdoorprodukten. Kein anderes Ausrüstungsteil wird so stark rangenommen wie Trekkingschuhe: Schritt für Schritt lasten einige Zentner auf dem Schuhwerk, außerdem setzen ihm Matsch, Geröll und Regen kräftig zu. Bei den meisten Trekkingschuhen wird Leder als Obermaterial verwendet und Leder ist ein natürliches Material, das ohne Pflege einfach nicht „überleben" kann.
Beim Wandern leidet es an allen Ecken und Enden: Durch Austrocknen, Auswaschen und Aneinanderreiben der Fasern verliert Leder ständig Nährstoffe wie Fette oder Wachse. Außerdem geht die Hydrophobierung der Lederfasern mit der Zeit verloren (Lederfasern werden von Herstellerseite wasserabweisend ausgerüstet, damit sie sich bei Regen nicht mit Wasser vollsaugen). Ganz wichtig: auch Gore-Tex-Schuhe müssen gepflegt werden! Denn auch bei ihnen wird oft Leder als Obermaterial verwendet. Und ein vollgesaugtes Leder ist ungemütlich: der Schuh wird schwerer, schmutzempfindlicher, Wasser saugt sich bis zum Schaftrand hinauf (und oft in den Schuh hinein), und die Atmungsaktivität geht drastisch zurück.
Schuhreparatur: eine Sache für Profis
So aufwendig ein Trekkingschuh gemacht ist, so schwierig ist es auch, ihn zu reparieren, wenn er mal seinen Geist aufgibt. Während einfache Mängel wie gerissene Schnürsenkel schnell zu beheben Schnürsenkel zusammenknoten, auf jeden Fall dünne Reepschnur als Ersatz mitnehmen. Letztere kann man auch sonst für alle möglichen Reparaturen gebrauchen), wird es bei richtigen Schäden schwieriger. Falls die Laufsohle abreißt: mit „Freesole" wieder kleben (€ 10,-, Safarica oder Relags), auch mit dem Allzweckmittel „Seamgrip" kann es funktionieren (ebenfalls Safarica oder Relags). Wer bei kaputten Nähten selbst Hand anlegen will, braucht eine kräftige Nadel, die man durch das Leder durchstoßen kann ( z.B. im „Expedition Nähset" von der Exped, € 15,-). Und wenn man auf Tour gar nichts von alldem dabei hat: kräftig mit Gewebeklebeband umwickeln. Man kann dann zumindest weiterlaufen.
Übrigens: je nach Sohlen/Gummiqualität verliert eine Laufsohle früher oder später durch Abrieb ihr Profil. Deswegen ist aber der Schuh noch lange nicht hinüber! Lassen Sie sich eine neue Sohle draufmachen (entweder über Outdoorhändler oder einen Schuster, der Originalsohlen benutzt). Kostenpunkt: bis zu € 50,- für eine Runderneuerung (mit neuer Laufsohle, neuem PU-Keil und Wetterschutzrand). Das klingt auf den ersten Blick nach einer Menge Geld, dafür kann man seinen eingelaufenen Schuh ein paar weitere Jahre tragen.
Welches Pflegemittel für welches Leder?
Jedes Leder hat zwei Seiten: die robuste Außenseite (Narbenseite) und die Fleischseite. Meistens wird das Leder gespalten, um es auf die gewünschte Dicke zu bringen. Im Folgenden die gängigsten Leder und sonstige Obermaterialien und wie man sie pflegt.
Schuhreparatur: eine Sache für Profis
So aufwendig ein Trekkingschuh gemacht ist, so schwierig ist es auch, ihn zu reparieren, wenn er mal seinen Geist aufgibt. Während einfache Mängel wie gerissene Schnürsenkel schnell zu beheben Schnürsenkel zusammenknoten, auf jeden Fall dünne Reepschnur als Ersatz mitnehmen. Letztere kann man auch sonst für alle möglichen Reparaturen gebrauchen), wird es bei richtigen Schäden schwieriger. Falls die Laufsohle abreißt: mit „Freesole" wieder kleben (€ 10,-, Safarica oder Relags), auch mit dem Allzweckmittel „Seamgrip" kann es funktionieren (ebenfalls Safarica oder Relags). Wer bei kaputten Nähten selbst Hand anlegen will, braucht eine kräftige Nadel, die man durch das Leder durchstoßen kann ( z.B. im „Expedition Nähset" von der Exped, € 15,-). Und wenn man auf Tour gar nichts von alldem dabei hat: kräftig mit Gewebeklebeband umwickeln. Man kann dann zumindest weiterlaufen.
Übrigens: je nach Sohlen/Gummiqualität verliert eine Laufsohle früher oder später durch Abrieb ihr Profil. Deswegen ist aber der Schuh noch lange nicht hinüber! Lassen Sie sich eine neue Sohle draufmachen (entweder über Outdoorhändler oder einen Schuster, der Originalsohlen benutzt). Kostenpunkt: bis zu € 50,- für eine Runderneuerung (mit neuer Laufsohle, neuem PU-Keil und Wetterschutzrand). Das klingt auf den ersten Blick nach einer Menge Geld, dafür kann man seinen eingelaufenen Schuh ein paar weitere Jahre tragen.
Welches Pflegemittel für welches Leder?
Jedes Leder hat zwei Seiten: die robuste Außenseite (Narbenseite) und die Fleischseite. Meistens wird das Leder gespalten, um es auf die gewünschte Dicke zu bringen. Im Folgenden die gängigsten Leder und sonstige Obermaterialien und wie man sie pflegt.
Obermaterial |
Charakter |
Schuhbeispiele |
Pflegemittel |
| Nubukleder | auf der Narbenseite geschliffenes Vollrindleder. Narbenseite liegt außen. Nubukleder sehen matt aus und haben eine samtartige Oberfläche. Gewachste Nubukleder sind etwas glänziger, aber unempfindlicher. Nubukleder wird sehr oft bei Gore-Tex-Schuhen verwendet |
Ungewachst: Hanwag: Brenta, Tibet, Futura Saturn, Futura Oribit, Lima Gore, Peru, Lad Trekking Meindl: Burma Lady, Portland Gewachst: Hanwag: Bergell Top, Alaska Gore,Yukon Lowa: Tibet GTX, Scout-Serie, Baffin, Trekker-Serie, Lady Sport-Serie, Nepal-Serie Meindl: Island-Serie, Lhasa, Burma, Zypern, Makalu, Pamir, Nepal Pro |
Imprägnierspray und/oder Wachs Vorsicht: Bei ungewachstem Nubuk wird die Oberfläche dadurch etwas glatter, durch eine Nubukbürste können Sie die ursprüngliche Struktur wieder herstellen Geeignete Produkte: -Collonil Outdoor Spray (€ 10,50) und Sportwax (€ 9,50); -Hey Sport Leder Vollimprägnierer (€ 10,-); -Nikwax Nubuk (€10,90) -Meindl: Sportwax (€ 9,90) -Granger's G-Sport Aersosol 250ml, (€15,90,) für Gore-Tex-Modelle, Footwear Proofer Aerosol 250ml, (€ 12,90), für Vollederschuhe |
| Juchtenleder | eingefettetes, dickes Leder pflanzlich gegerbtes und |
Meindl Perfekt/Perfekt Lady | z.B. Meindl Sil-Proof (€11,90). Auf keinen Fall für Gore-Tex-Schuhe verwenden! |
| Veloursleder | aus narbigen Häuten oder Fleischspalt. Fleischseite ist geschliffen und nach außen gewandt. Charakter: weich, Wird oft bei Besätzen an Corduraschuhen eingesetzt |
Hanwag: Crack Climbing Lowa: teilweise bei Walky und Zermatt Lady Meindl: Tunis, teilweise bei Lady Soft, Oregon und Nevada |
Vor allem Sprays (siehe Nubukleder). Ist nach einiger Tragezeit das Leder schon etwas trocken und angegriffen, kann man auch Wachscreme verwenden, die allerdings zwangsläufig die Oberfläche verändert. Kräftiges Aufbürsten mit einer weichen Drahtbürste stellt den ursprünglichen Charakter wieder her |
| Cordura | texturierter Nylonstoff, bekannt von Rucksäcken. Wird meist in Kombination mit Lederbesätzen verarbeitet. Häufig bei Gore-Tex-Schuhen anzutreffen |
Lowa: vor allem in der All Terrain Collection (Renegade, Tempest) als Einsätze verarbeitet Meindl: Hawaii Lady, Lagos Lady, Gerlos Lady Sahara, Kansa, Dakar 2000 |
Sprays (siehe Nubukleder) |
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