| Wir
wollen versuchen, Ihnen auf diesen Seiten, einige Tipps und Tricks
vorzustellen. Auch Sie haben Tipps und Tricks auf Lager? Dann
schreiben Sie uns doch....
Wir wünschen viel Spass beim lesen!

Die
Erwartungen an „Funktions" Bekleidung sind hochgesteckt
- vor allem, daß solche Klamotten lange halten. Doch dem
ist nicht immer so: Die Gore-Tex-Jacke ist schon lange nicht
mehr dicht, Fleece sieht nach einem halben Jahr aus wie ein
alter Teddybär und von einer antibakteriellen Ausrüstung
bei Funktionsshirts ist nichts mehr zu „riechen".
Doch so weit muß es nicht kommen.
Hier einige Tipps:
Unterwäsche:
Bleiben Sie sauber!
Grundregel bei Funktionsunterwäsche: so häufig wie
möglich waschen, auch unterwegs. Durch schwitzen lagern
sich Fette und Salze in der Wäsche ab, die die Funktion
auf Dauer spürbar behindern (Salze nehmen sehr viel Feuchtigkeit
auf - und Funktionsunterwäsche soll diese ja bekanntlich
schnellstmöglich nach außen weiterleiten). Also:
Wäsche in einem klaren Bach ausspülen und auf den
Rucksack schnallen. Die Teile sind im Nu trocken. Halten Sie
sich beim Waschen in der Maschine an die Pflegeempfehlungen
auf dem Etikett. Die meisten Funktionsunterwäschen sind
bei maximal 40°C waschbar, nur wenige vertragen auch 60°C
(z.B. Craft of Sweden oder Ullfrottee). Vorteil bei höherer
Waschtemperatur: Bakterien und sonstiges Ungemach werden erst
ab einer Temperatur von ca. 55°C gekillt. Nachteil des ständigen
Waschens: Die antibakterielle Ausrüstung (Bakterien sind
für das typische Stinkgefühl verantwortlich) geht
mit der Zeit verloren. Unterwäsche-Spezialist Medico hat
nach eigenen Aussagen eine richtige „Anti-Stinkwäsche"
herausgebracht. Dabei werden die Fasern nicht nachträglich
ausgerüstet, sondern ein Acetat eingesponnen (15%,iger
Anteil), das dem Geruch dauerhaft den Garaus machen soll.
Fleece: Pflegen
statt Pilling
Bei den meisten Fleece bilden sich mit der Zeit kleine Knötchen
auf der Oberfläche. Das sieht unschön aus, hat aber
keinen Einfluß auf die Funktionalität. Wer sich möglichst
lange die weiche Oberfläche bewahren will, sollte den Fleece
auf links drehen, mit Feinwaschmittel bei 30°C waschen und
nur anschleudern, das Teil ist ruckzuck trocken. Erfahrungsgemäß
behalten technische Fleece wie der Ultrafleece von Mountain
Equipment und vor allem der Malden Powerstretch mit Polyamidaußenseite
länger ihre ursprüngliche Struktur. Halten sie Fleece
unbedingt von offenem Feuer weg! Am Lagerfeuer reicht ein einziger
Funken und Sie haben ein Loch drin.
Funktionsbekleidung:
gegen Wind und Wetter
Man legt 300 Euro auf den Tisch und glaubt, nun sei man dauerhaft
gegen Wind und Regen geschützt, und die viel gepriesene
Atmungsaktivität tut auf Jahre hinaus ihren Dienst. Doch
ganz so einfach ist das nicht: Regen, Schweiß, Funkenflug
oder scheuernde Rucksackgurte gehen den High Tech-Teilen ganz
schön ans Leder.
Was schadet der Funktionsbekleidung und wie können
Sie sich davor schützen?
Regen: Vollwaschgang
Regen wäscht die Imprägnierung der Oberstoffe aus.
Obwohl die Membran absolut dicht ist und in der Regel auch bleibt,
ist der Oberstoff von Herstellerseite zusätzlich wasserabweisend
ausgerüstet, damit die Regentropfen abperlen. Das ist wichtig,
da sonst am Bund und den Ärmeln Feuchtigkeit nach innen
zieht. Außerdem verringert sich die Atmungsaktivität
bei einer mit Wasser vollgesaugten Jacke um bis zu 80% Deshalb
sollte man - am besten vor einer längeren Tour - seine
Jacke nachimprägnieren. Doch wann ist der Zeipunkt zum
Nachimprägnieren erreicht. Jacke unter einen Wasserhahn
halten (5 Sekunden reichen aus) und prüfen, wie gut die
Tropfen abperlen. Wenn eine größere Fläche benetzt
bleibt, sollte man nachbessern. Sofern nur einzelne Berieselungspunkte
zu erkennen sind oder die Tropfen gar komplett abperlen, kann
man die Jacke getrost noch ei ne Weile tragen. Werfen Sie die
lacke in den Trockner. Das reaktiviert oft die Imprägnierung.
Am besten nach urangegangener Wäsche. Weiterer Grund für
eine Wäsche: Ein Teil des Schweißes bleibt nicht
nur in der Unterwäsche, sondern auch im Jacken-Futter (bei
2 lagigen Varianten) hängen. Halten Sie sich heim Waschen
unbedingt an die Pflegeanleitung der Hersteller im Etikett,
da sich diese je nach verwendetem Oberstoff unterscheiden kann
(siehe Profi-Tip von Gore Seite 51).
Löcher: weg vom Feuer
Halten Sie Funktionsbekleidung von offenem Feuer fern. Das Textil
ist sehr empfindlich gegen Funkenflug. Vorsicht auch bei spitzen
Gegenständen wie Nadeln, Dornen oder Messern. Falls doch
mal ein Loch drin ist: Die Flicken des offiziellen Gore-Tex
Repair-Kits haften hervorragend und sind auch draußen
sofort verwendbar (die Klebestelle sollte trocken und sauber
sein). Es gibt auch spezielle Varianten für Gore Dryloft-Materialien
sowie für Heavy Duty Klamotten wie Motorradjacken. Falls
möglich, warten Sie mit der Reparatur bis zu Ihrer Rückkehr.
Denn durch Wärmebehandlung (30 Minuten in den Trockner)
haften die Flicken noch besser.
Tipp für draußen: Topf mit heißem
Wasser auf den angedrückten Flicken stellen. Das beschleunigt
den Trockenvorgang enorm. Als Notflicken dient auch Gewebeklebeband.
Bei größeren Rissen bleibt der Gang zum Händler
nicht erspart, die Jacke wird dann direkt zum Hersteller oder
zur Firma Gore geschickt. Vorteil: dort werden auf die defekten
Stellen auch neue Nahthänder aufgebracht. Kostenpunkt:
stark abhängig vom jeweiligen Schaden. Bei Berghaus z.B:
Front-Reißverschluß wechseln bei einer Gore-Tex-Jacke
und -Hose mit durchgehendem Reißverschluß je €
50,- kleinere Reparaturen (Kordel neu einziehen, Futterstoff
flicken, etc.) € 10,- bis € 25,-.
Bei beschichteten Jacken (z.B. Texapore, Ceplex, Entrant) verhält
sich das ein bißchen anders: falls mal ein kleines Loch
in eine PU-beschichtete Jacke kommt, schließt sich dieses
Loch in der Regel wieder von selbst- das zeigte unlängst
eine Untersuchung der EMPA (Eidgenössische Materialprüfungsanstalt)
in der Schweiz.
Abrieb:
voll Stoff
Alle Wetterschutzmembranen werden innen auf ein Außenmaterial
aufgebracht. Und dieses Außenmaterial wird hart rangenommen:
Rucksackgurte scheuern, man bleibt an Felsen hängen, stopft
seine Jacke ständig in den Rucksack, der Hüftgurt
reibt, die Ärmelenden scheuern beim Laufen an der Hüfte,
etc. Grundsätzlich sind Polyamid-Stoffe bei gleicher Materialstärke
abriebfester als Polyester-Stoffe. Vorsicht vor Ripstopmaterialien:
die sind zwar reißfest, die Kreuzungspunkte der Fäden
sind aber verstärkt Abrieb ausgesetzt, da sie etwas höher
liegen als der Stoff selbst. Bei vielen Jacken wird vor allem
im stark beanspruchten Schulterbereich ein abriebfesteres Material
eingesetzt (bei Gore-Tex-Jacken z.B. unter den Bezeichnungen
Boston, Taslan, 330den Cordura oder Glencoe), teilweise auch
an den Hüften oder den Ärmelenden. Die Hersteller
bezeichnen diese Materialien oft unterschiedlich.
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TIPPS |
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SO
PFLEGEN SIE IHRE GOR£-TEX-JACKE
- unbedingt zuerst die eingenähte Pfleganleitung des Herstellers
beachten
- bei normaler Verschmutzung im Schonwaschgang mit Feinwaschmittel
behandeln
- bei starker Verschmutzung mit Waschkraftverstärker vorbehandeln
- um Waschmittelrückstände auf der Gore-TexMembran
zu vermeiden, ausreichend klarspülen (Spülgang wiederholen),
dabei aber keinen Weichspüler verwenden
- häufiges Waschen beeinträchtig nicht die Atmungsaktivität
- gewaschene Kleidungsstücke imprägnieren (zumindest
nach 3-4 Wäschen, am besten Mittel auf Fluorcarbonbasis)
- durch Bügeln laut Pflegeetikett oder durch Trocknen bei
geringer Temperatur im Trockner können Sie den wasserabweisenden
Effekt zum Teil reaktivieren
- nach 3-4 Wäschen in einem Reinigungsbetrieb mit Scotchguard-Ausrüstun
nachbehandeln
- besser oft ohne oder mit wenig Waschmittel, als selten mit
viel Waschmittel pflegen.
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| Damit
Funktionsbekleidung ihre Funktion auch auf Dauer behält,
sollte man sie waschen und öfters einmal nachimprägnieren.
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(2) Seam Grip Thunderguard
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