Know-How/ Reiten
 

 !  Reiten, Reiturlaub was muss ich beachten?

Wir wollen versuchen, Ihnen auf diesen Seiten, einige Tipps und Tricks vorzustellen. Auch Sie haben Tipps und Tricks auf Lager? Dann schreiben Sie uns doch....
Wir wünschen viel Spass beim lesen!


Die Sonne steht tief über Arizona. Eine Pferdeherde galoppiert durch die atemberaubende Landschaft, und der Marlboro-Mann steckt sich im Sattel seelenruhig seinen Glimmstengel an. Dann reitet er langsam gen Horizont. Später unter einem makellosen Sternenhimmel, sitzt er am Lagerfeuer und lauscht dem leisen Schnauben der Pferde. Da kommen sogar Nichtraucher ins Schwärmen! Auf dem Pferderücken durch die Wildnis ziehen diesen Traum setzen immer mehr Outdoorer in die Tat um. Sei es für einen Tag als Sahnehäubchen des Frankreich-Urlaubs oder gleich für ein paar Wochen auf Island. Man muss weder ein erfahrener Reiter noch als Rancher in den USA geboren sein, um Reiten als Outdoor-Abenteuer zu erleben. Gerade auf langen Touren, wenn das Pferd neben dem Reiter auch Verpflegung und Campinggepäck trägt, wird meist im Schritt geritten. Dabei können sich auch Nicht-Profis gut auf dem Pferd halten. Der Reiz liegt vielmehr im Naturerlebnis und der Nähe von Mensch und Tier. Die Möglichkeiten, die Natur vom Sattel aus zu erleben, sind schier grenzenlos. Vom Nachmittagsausflug in die Lüneburger Heide bis zum mehrtägigen Wüstenritt durch Marokko ist alles drin. Bevor man zugreift beziehungsweise aufsteigt, sollte man allerdings zwei Fragen klären . Erstens »Was will ich wirklich?« Und zweitens »Was kann ich überhaupt?« Reit-Urlaub kann man auch vor der Haustür buchen. In Deutschland gibt es zahllose Reiterhöfe, die mehrstündige Ausritte in kleinen Gruppen anbieten. Das Programm umfasst oft auch Kurse und Mehrtages-Touren.

Als Cowboy und Girl beim Viehtrieb.
Touren hoch zu Ross lassen sich aber auch in jedem europäischen Land organisieren und somit mit anderen Urlaubstouren kombinieren. Als Geheimtipp gelten osteuropäische Staaten wie Polen und Ungarn, die sich durch günstige Preise und viel »bereitbare« Natur auszeichnen. Wer seine Reittour in eine Fernreise integrieren will, wird ebenfalls fündig. Besonders Nordamerika gilt als wahre Reit-Hochburg. (Aber auch in Südamerika kommt man auf seine Kosten). Auf sogenannten »Duderanches« wohnen die Gäste direkt neben dem Stall, erleben den Ranch-Alltag und packen selbst mit an. Wer sich traut, kann bei der »Cattlework« mithelfen und sich dabei die ersten Sporen als echter Cowboy verdienen. Ein billiger Spaß ist das jedoch nicht. Für eine Woche muss man mindestens 500 bis 1000 Dollar hinlegen, wobei oft noch ein Rahmenprogramm von Radeln bis Rafting geboten wird. Noch teurer und nicht minder begehrt ist die Teilnahme an einem der Viehtriebe die amerikanische Ranches im Frühjahr und Herbst anbieten. Mehrere Tage lang treibt man die Rinder zu ihrer nächsten Weide, geschlafen wird unter freiem Himmel, mit Lagerfeuer Freiluftklo und einem garantiert so noch nie erlebten Muskelkater. Doch selbst so ein Vieh-Trek ist noch steigerungsfähig »PackRiding« heißt die Königsdisziplin der Wildnisreiterei. Kocher, Müsli und Schlafsack werden in den Satteltaschen oder auf einem Packpferd verstaut und dann geht es tage- oder wochenlang durch Landschaften, die mit Marlboro-Werbefilmen leicht mithalten. Als eines der schönsten Reitreviere der Welt gilt Island, wo man ganz allein ist mit dampfenden Vulkanen, brodelnden Quellen und tosenden Wasserfällen.

Verantwortung für Ross und Reiter
Bevor Sie jetzt nach Reykjavik düsen und sich aufs nächste lslandpferd schwingen, beantworten Sie sich bitte ganz ehrlich dIe zweite Frage "Was kann ich?« Nicht jede der genannten Reittouren ist anfängergeeignet und wer auf ein Pferd steigt, übernimmt nicht nur die Verantwortung für sich selbst, sondern auch für das Tier. In Deutschland ist es zwar möglich, sich den Unterricht zu sparen und gleich ins Gelände zu reiten, aber besonders gern gesehen ist diese Praxis auf guten Reiterhöfen nicht. Ganz anders im Ausland, besonders in Südeuropa. In fast jedem Urlaubsort kann man dort geführte Tagesritte buchen. Kein Mensch fragt nach Vorkenntnissen. Die Pferde stehen dafür oft in einem jämmerlichen Zustand da, stundenlang gesattelt, in sengender Sonne und ohne Wasser. Wen wundert's, dass diese nicht einmal rebellieren, wenn ihnen jemand im Maul herumzerrt oder plump ins Kreuz fällt? Von solchen Anbietern ist abzuraten. Einen guten Stall erkennt man schon daran, wie dIe Pferde aussehen. Wunde Maulwinkel und offene Stellen am Rücken verheißen nichts Gutes. Bei bereits gesattelten Pferden vorsichtig sein, manche Anbieter versuchen so Wunden auf dem Pferderücken zu verstecken. Ein Indiz für die Oualität des Hofs ist auch das Interesse am Kunden. Dazu gehören genaue Fragen zum reiterlichen Können und nach eventuell vorhandenen Ängsten Ein sehr guter und anfängergeeigneter Einstieg ins Geländereiten bietet sich in Nordamerika. Frei von Wegen und Straßen lädt viel unberührte Natur förmlich zu einer Erkundung per Pferd ein. Hier hat der Western-Reitstiel seine Wurzeln. Er wurde von den Cowboys entwickelt, ist frei von Leistungsdruck und somit auch ideal für Einsteiger.

Ideal für Outdoorer: Westernreiten

Der große Westernsattel verteilt das Gewicht gut und ist sehr bequem. Bequemlichkeit ist beim Reiten allerdings ein relativer Begriff - nach ein paar Stunden auf dem schaukelnden Tier ist das Gesäß ganz schön in Mitleidenschaft gezogen, deshalb Vasiline nicht vergessen. Beim Western-Reiten wird stets am langen Zügel geritten, so dass sich auch das Pferd entspannt und frei bewegen kann. Es geht auch nicht darum, dass das Pferd über möglichst hohe Hindernisse springt, sondern ein gutes Team mit seinem Reiter bildet. So hören Westernpferde sehr gut auf Stimmkommandos (sofern der Reiter diese kennt) und sind sehr geländesicher. Es darf auch ruhig mal der Wind in den Blättern rascheln, ohne dass das Pferd gleich flüchtet. Welches Pferd für welche Art von Tour geeignet ist, dafür ist neben der Ausbildung und der körperlichen Konstitution auch die Rasse ausschlaggebend. Ideal für Wildnksritte sind beispielsweise Quarter Horses, die speziell für dIe Ansprüche des amerikanischen Cowboy-Daseins gezüchtet und ausgebildet wurden, oder die zähen lslandpferde, Sie sind robust, trlttsicher und nicht so leicht aus der Ruhe zu bringen. Auf diese Eigenschaften sollte vor allem der ungeübte Reiter achten mit einem unruhigen und ängstlichen Pferd kann ein Geländeritt ganz schnell zur Tortur werden. Das gleiche gilt, wenn man zwar das richtige Pferd, aber die falschen Begleiter hat. Neueinsteiger und "Alte Hasen" können schnell gefrustet sein, wenn sie gemeinsam losziehen müssen. Entweder dem Neuling kommt das kalte Grausen, oder der Könner langweilt sich. Darum ist es s.nnvoll, .n geführten Reltergruppen auf ähnliches Niveau zu achten.

Mit wenig Aufwand doppelten Spaß.
Auch wenn Vorkenntnisse nicht zwingend sind, ein paar Reitstunden im voraus haben noch niemandem geschadet. Sinn machen vor allem einige ,Longe-Stunden. Dabei wird das Pferd von einem Lehrer an eine meterlange Leine genommen und auf einem Zirkel im Kreis getrieben. Der Anfänger sitzt frei im Sattel. Sinn des Ganzen ist es, dem Einsteiger erst einmal ein Gefühl für die Bewegung und die Gangarten eines Pferdes zu vermitteln. So lernt er sich nicht am Zügel festzuhalten, was für das Pferd sehr schmerzhaft sein kann. Wer schließlich begriffen hat, auf einem Pferderücken wirklich zu sitzen (und nicht herumzuhoppeln), schont seinen Vierbeinigen Partner ebenso wie sein Hinterteil. Da das Pferd an der Longe von fremder Hand dirigiert wird, kann der Reiter sich auf sich konzentrieren, den Rhythmus des Pferdes verstehen und Sicherheit gewinnen. Bereits fünf bis zehn Stunden lohnen sich, denn wer die Weichen am Anfang richtig stellt, hat später auf Tour doppelten Spaß. Auch das Pferd dankt es jedem, der sich etwas vorbereitet hat. Sinnvollerweise wird die Karriere im Sattel dann mit einzelnen Tagesritten fortgesetzt. Nach fünf bis zehn Ausritten haben die meisten Novizen genug Sicherheit gewonnen, um sich auf einen mehrtägigen Ritt zu wagen. Spätestens jetzt beginnt die hohe Schule des Reitens. Wer über Tage oder Wochen zum Pack-Riding will, muss mit seinem Pferd kommunizieren können, was vor allem über Schenkel und Gewichtverlagerung stattfindet und nicht wie so oft angenommen über Zügel oder Sporen. Der Reiter sendet Signale aus, die das Pferd verstehen kann. Wenn er beispielsweise den Oberkörper leicht zurücklehnt und tiefer in den Sattel rutscht, schaltet das Pferd eine Gangart herunter. Mit zunehmender Praxis lernt ein Reiter zu unterscheiden, ob das Pferd mitarbeitet, ob es macht was es will oder ob es einfach vor sich hin träumt. Denn das tun auch Pferde gern.
Wir hoffen ein paar Tipps für Ihre erste Reittour gegeben zu haben und wünschen einen nicht allzudollen Muskelkater.

Erstellt 12.03.03

 !   Tipps


Hier nun einige Veranstalter von Reitferien / Reittouren:

Chile:
Hacienda Los Andes
Clark Stede
Río Hurtado
Hurtado - Chile
Region IV
CHILE
Phone/Fax: +56-53-691822
e-mail: info@haciendalosandes.com
www.haciendalosandes.com

Argentinien:
Argentum Travel GmbH
Otto-Hahn-Strasse 19
D-44227 Dortmund
Fon: 0231-975139-27
Fax: 0231-975139-39
Email: info@argentum-travel.de

www.argentum-travel.de

Andalusien:
Rancho Los Lobos
Wolf & Esther Zissler
11339-Jimena de la Frontera
Cadiz - Spain
Email: wolf@rancholoslobos.com
Tel: 0034-956-64 04 29
Fax: 0034-956-64 11 80
www.rancholoslobos.com

Island:
Íshestar
Sörlaskeið 26
IS-220 Hafnarfjörður
Iceland
Tel: +354-555-7000
Fax: +354-555-7001
info@ishestar.is
www.ishestar.is

Deutschland:
Ravens Spirit Westernhorsecamp
An der Grimme 4
99518 Bad Sulza
Telefon: 03646 121178
Handy: 0177 5721544
ravens-spirit@chefmail.de
www.ravens-spirit.de


Buchtipps

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Sondereinband - 128 Seiten - Franckh-Kosmos Verlag
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