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Wir
wollen versuchen, Ihnen auf diesen Seiten, einige Tipps und Tricks vorzustellen.
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"Schlafsäcke
gibt's im Online-Shop bei Bergfreunde.de"

Vor
allem Hersteller von Daunenschlafsäcken geben als einzig wichtigen
Qualitätsindikator die Daunen, also das Füllmaterial an. Auch
wenn die Füllung eine entscheidende Rolle spielt, viele andere
Faktoren, wie der Schlafsackschnitt, die richtige Konstruktion, die
Wahl der Bezugstoffe und eine saubere Verarbeitung sind fast genauso
wichtig.
Reine Formsache: der Schlafsackschnitt.
Einen Schlafsack sollte man vor dem Kauf unbedingt Probe liegen. Je
nach Schlafgewohnheiten fühlt sich die eine Person pudelwohl, die
andere im gleichen Schlafsack eingeengt. Den meisten Platz bieten Rechteck
- oder so genannte Deckenschlafsäcke. Bis auf wenige Ausnahmen
sind sie für Frost nicht geeignet, weil der Körper vIele tote
Lufträume nicht aufwärmen kann und der Schläfer daher
ständig fröstelt. Dieses Problem hat man bei Mumienschlafsäcken
nIcht, dIe sich zum Fußteil hin verjüngen. Je nach Schnitt
fallen dIese Modelle unterschiedlich breit aus. Unruhige Schläfer
sInd mit einem etwas weiter geschnittenen Modell besser beraten, da
so verhIndert wird, dass man dIe Füllung durch Bewegung zusammendrückt.
Auch sollte man auf mehr Isolation achten, da man bei weit geschnittenen
Modellen mehr Luftvolumen erwärmen muss. Eiförmige Schlafsäcke
versuchen die Vorteile von Decken und Mumienschlafsäcken miteinander
zu verbinden. Und die Silhouette-Form von Fjällräven hat sich
ebenfalls als komfortabel erwiesen.
Konstruktionen gegen Kältebrücken
Egal ob Daune oder Kunstfaser: Die Füllung muss fixiert werden,
um eine gleichmäßige lsolierschicht zu erreichen. Am einfachsten
und pre.swertesten fixiert man die Füllung mIt der »Steppnaht«
Innen und Außengewebe sowie Füllung werden mit einer Naht
zusammengenäht, daher kommt auch der Begriff durchgesteppte Verarbeitung.
An den Nähten ist die lsolierschicht zusammengedrückt, was
entsprechend kalte Stellen zur Folge hat, deswegen eignet sich diese
Verarbeitungsmethode nur für Sommer- oder Hüttenschlafsäcke.
Die Steppnahttechnik wird vor allem bei Kunstfaserschlafsäcken,
aber auch bei einfachen oder preiswerten Daunenschlafsäcken angewendet.
Bei wärmeren Daunensäcken kommt die Kammerverarbeitung zum
Einsatz. Zwischen Innen- und Außenstoff sind Stege eingenäht,
die Kammern bilden, in denen die Daune fixiert ist. Je mehr Kammerwände
vorhanden sind, um so besser ist die Füllung fixiert. Zu viel des
Guten schadet allerdings. Thermografische Aufnahmen zeigen, dass K ammerwände
schlechter isolieren als die Daunenfüllung selbst: sie sind also
Kältebrücken. Deshalb versuchen sehr viele Hersteller mit
so wenig Kammern wie möglich auszukommen. Doch bei sehr hochwertigen
Daunensäcken genügen oft einfache Konstruktionen, die trotzdem
sehr gut isolieren. Das Kammerwandmaterial sollte aus Meshgeweben bestehen,
an deren Struktur die Daune zusätzlich Halt findet. Die Konstruktionen
der verschiedenen Kammern beziehen ihren Namen von der Form der Kammerwand
H-Kammer oder auch Vertikalkammern - Konstruktionen
besitzen senkrechte Kammerwände, die je nach Wärmeleistung
und Füllstärke unterschiedlich hoch sind. Sie ist das leichteste
und häufigste Konstruktionsprinzip und eignet sich für jeden
Schlafsacktyp. Bei der Schrägkammer sind die Kammerwände
leicht schräg angeordnet, deshalb lässt sie sich einfacher
an den Seiten vernähen. An den geneigten Kammerwänden haftet
die Daune etwas besser allerdings können sich die Kammern bei Bewegungen
des Schläfers zu überdimensionalen H-Kammern verschieben,
was dazu führt, dass die Füllung verrutscht. Das verhindert
die schwere und nähintensive V-Kammer. Aus der
V-Kammer entwickelte sich die Trapezkammer. Sie vereint
die Vorteile beider Kammerkonstruktionen ohne deren Nachteile zu haben,
ist aber nähtechnisch sehr aufwendig und somit teuer. Querkammern
sind Längskammern in den meisten Fällen vorzuziehen, da die
Daune weniger abwandert. Der Abstand zwischen den einzelnen Kammerwänden
sollte bei 15 Zentimeter liegen. In breiteren Kanälen verrutscht
die Füllung gern, zu schmale Kanäle bedeuten unnötig
viel Gewicht und Wärmeverlust über die Kammerwände. Die
einzelnen Kammern sollten nicht zu stark gefüllt sein, was man
an einem festen Griff erkennt, wenn man den Schlafsack in die Hände
nimmt, da in überfüllten Kanälen weniger Luft gebunden
ist - und Luft ist nach wie vor einer der besten lsolatoren. Unterbefüllte
Kammern sind etwas schwieriger zu erkennen. Am besten legt man den Schlafsack
auf den Boden und schaut, ob das Außenmaterial irgendwo nach innen
absinkt oder tiefe Falten wirft. Bei Kunstfasersäcken kommt
neben der erwähnten Steppnaht die Lagenverarbeitung
zum Einsatz (z. B. Ajungilak). Bei ihr werden zwei oder mehr Stepplagen
miteinander versetzt vernäht, um Kältebrücken zu vermeiden.
Die Lagenverarbeitung ist mit allen Arten von Kunstfasern ohne großen
Aufwand problemlos möglich. Eine Alternative dazu ist die Schindeltechnik,
auch Dachziegelkonstruktion genannt, die allerdings nur mit reißfesten
Fasern (wie Polarguard) möglich ist. Die Kunstfasermatten werden
in einzelne Stücke geschnitten und zwischen Innen- und Außenmaterial
überlappend eingenäht. Je enger die einzelnen Schindeln gesetzt
werden, desto mehr Loft bekommt der Schlafsack und desto besser isoliert
er folglich. Die Außengewebe von Schlafsäcken sind heute
aus Nylon oder Polyester. Wichtig ist eine Imprägnierung, damit
Tau und Kondenswasser abperlen Mikrofasergewebe sind aufgrund ihrer
Webart wasserabweisend und in der Regel mit hochwertigen Imprägnierungen
versehen. Auf der Innenseite leicht beschichtete Stoffe wie »Pertex
Endurance«, »Drilite« von ME oder »Dryloft«
von Gore schützen den Schlafsack vor Nässe, allerdings sind
sie schwerer und weniger atmungsaktiv als herkömmliche Gewebe,
deshalb sollte man den Schlafsack morgens gründlich lüften.
Eine sinnvolle Lösung praktizieren die HersteIler Exped, Jack Wolfskin
und Salewa. Die für Feuchtigkeit anfälligen Bereiche an Kopf-
und Fußteil werden durch leicht beschichtete Stoffe geschützt,
der Rest des Außengewebes besteht aus herkömmlichem Nylon
oder Polyester.
Der Stoff, aus dem Träume sind.
Als Innenmaterialien werden ebenfalls Polyester und Nylon eingesetzt.
Allerdings sind diese hochwertigen Synthetikstoffe nicht billig, denn
nur durch eine äußerst enge Webart werden die Gewebe daunen-
und faserdicht. Gröbere Stoffe müssen stark kalandert werden,
um das zu erreichen. Der Stoff läuft durch zwei 180 Grad heiße
Walzen. Durch Hitze und Druck schmilzt die Stoffoberfläche an und
festigt das Gewebe, was aber die Atmungsaktivität verschlechtert,
auch ist der Stoff weniger weich. Stark kalanderte Materialien erkennt
man an der glänzenden Optik. Mit der Zeit und beim Waschen geht
die Kalanderung verloren, dann verliert das Gewebe seine faserdichten
Eigenschaften. Extrem leichte Materialien wie das von Yeti und Western
Moutaineering verarbeitete "Airnet" werden nur durch eine
starke Kalanderung daunendicht, also muss man abwägen zwischen
Langzeithaltbarkeit, Komfort und nledrigstem Gewicht. Baumwolle ist
schwer, trocknet langsam, verschmutzt schneller, nur bei trockenheißem
Wetter überzeugt sie mit gutem Schlafkomfort. Baumwoll-Mischgewebe
mit einem Viskose- oder Polyesteranteil sind bei heißem Wetter
ähnlich angenehm, trocknen aber schneller. Naturliebhaber sollten
ein Inlett aus Baumwolle oder Seide benutzen. Es schont den Schlafsack,
steigert die Wärmeleistung und ist leicht waschbar, unruhige Schläfer
verheddern sich jedoch gern darin.
Wir wünschen eine angenehme Nachtruhe in freier Netur
erstellt 16.03.03
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Kauftipps
Beim Kauf sollte man auf Folgendes achten: Der Reißverschluß
darf nicht klemmen. Eine Abdeckleiste mindert Wärmeverluste.
Extreme Winterschlafsäcke haben gar keinen Reißverschluss.
Bei manchen Modellen kann man zwischen links- und rechtsseitigen
Reißverschlüssen wählen. So lassen sich zwei
Schlafsäcke verbinden. Pärchen können dann
den Temperaturbereich ihrer Schlafsäcke beträchtlich
erweitern.
Ueber Kopf und Hals entweicht die meiste Wärme. Deshalb
ist eine gut geschnittene Kapuze wichtig. Manche Schlafsäcke
für kühlere Temperaturen haben einen Wärmekragen,
der sich am Hals zusammenziehen läßt. Dadurch hält
sich die angewärmte Luft länger im Schlafsackinneren.
Bei Sommerschlafsäcken ist dieses Detail überflüssig.
Auf jeden Fall sollte man den Schlafsack im Laden "probeliegen",
was bei allen vernünftigen Ausrüstungsläden
machbar ist - wenn nicht, dann ist es sowieso der falsche
Laden. Man sollte hierbei gleich testen, ob die Schnürzüge
vernünftig angeordnet sind und ob sie auch im Dunkel
und mit einer Hand leicht zu finden und zu bedienen sind.
Außerdem
sollte man, wenn es auf das Gewicht des Schlafsacks ankommt,
den Schlafsack im Laden selber wiegen, denn die Angaben der
Hersteller sind z.T. ziemlich übertrieben.
Zum
Teil findet man auch recht gute Schlafsäcke in speziellen
Army- oder Bundeswehrläden. Die Vorteile dieser Schlafsäcke
sind die Robustheit, was allerdings oft ein hohes Gewicht
und Packmaß zur Folge hat. Die Qualität der Angebote
ist in diesem Bereich allerdings sehr unterschiedlich und
somit besonders sorgfältig zu prüfen. Für extreme
Unternehmungen ist sicher ein "ziviler" Schlafsack
die sinnvollste Lösung, aber für alles andere stellen
diese Modelle zumindest teilweise (je nach Einsatzgebiet)
eine günstige Alternative dar.
Schlafsackpflege
Am wichtigsten ist, den Schlafsack locker und luftig zu lagern
- also entweder frei hängend oder in einem weiten Aufbewahrungsbeutel.
Keinesfalls darf er im Kompressionsbeutel bleiben oder im
Schlafsackfach des Rucksacks. Unterwegs sollte man den Schlafsack
so oft wie möglich aufschütteln, trocknen und lüften.
Vor allem bei Daunenschlafsäcken ist das wichtig. Auch
sollte man den Schlafsack in den Packsack stopfen und nicht
zusammenrollen, wie bei älteren Modellen zum Teil notwendig.
Waschen sollte man einen Schlafsack möglichst selten.
Dazu gibt es spezielle Daunenwaschmittel (auch für Kunstfaserschlafsäcke).
Eventuell verbessert sich durch Waschen mit einem Daunenwaschmittel
das Bauschvermögen von Kunstfasern. Wegen des großen
Volumens und der komplizierten Trocknung bringt man den Schlafsack
besser in einen öffentlichen Waschsalon mit genügend
großen Maschinen und Trockenmöglichkeiten. Manche
Wäschereien bieten auch die Reinigung von Daunenartikeln
an. Um
die Leichtgängigkeit des Reißverschlußes
auf Dauer zu erhalten sollte man ihn von Zeit zu Zeit mit
Grönlandwachs (normalerweise zum Imprägnieren von
Kleidung gedacht) oder mit Graphit einreiben (z.B. mit einem
Bleistift drüberstreichen). |
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